KOLUMBIEN, NORD, 4.11. - xx km

 

40 / MEDELLIN -  TURBÓ - GAIRA - BURITACA - 

 

40. Bericht 4.11.18 -, ... km 
Mitten in Medellin, offeriert uns Juan's Familie vis à vis ihrem Domizil einen Stellplatz für LIRA. So erleben wir die Stadt, das tägliche Leben (Schule, Arbeit, Fiestas) hautnah, sind oft tagelang in verschiedenen Vierteln unterwegs und sozusagen nebenbei sind auch alle notwendigen Arbeiten rund um LIRA gelöst.. Wir bedanken uns herzlich bei Claudia, Juan und Santiago für Ihre Gastfreundschaft.

 

Unkompliziert repariert Edison während zwei Tagen vor Claudia's Kiosk unsere völlig aus den Fugen geratene Moskitotür. Mit aller Geduld wechseln die jungen Männer alle Fäden aus und montieren die Tür fachgerecht. Gerne bedanken wir uns mit einem Festessen.

 

Auch die Reparatur inklusive Auswechseln der beiden Gelbatterien an unserer Solaranlage erhebt viel Aufsehen...., zum Wechseln neuer Reifen und hinterer Bremse fahren wir quer durch die Stadt Medellin in die Werkstatt, nicht ganz einfach, hat die Stadt doch 3Mio EW. Wie glücklich kann sich Medellin schätzen, einzige Stadt Kolumbiens zu sein, welche ein gut ausgebautes Metronetz besitzt.

 

Rosalba, kolumbianische Schriftstellerin und wohnhaft in Medellin, war meine Bus-Nachbarin am letzten Tag 2017 von Tumbes PE nach Guayaquil EC. Sie zeigt uns mitten im 'Nobelquartier' Envigado/Sabaneta das wunderliche Haus Piedritas, ein Lebenswerk von

 

Auf dem Rundgang im botanischen Garten zelebrieren wir Claudias Geburtstag...., als dann der Regen einsetzte finden alle Unterschlupf in der LIRA... 

 

Die Cable Meto führt uns hinauf nach La Sierra, wo wir eine geniale Rundsicht geniessen. Obwohl wir in einem Armenviertel der Stadt allein unterwegs sind, fühlen wir uns sicher, die kleinen Kinder sind hübsch angezogen und spielen ebensogerne mit einem Händy.

 

Ein besonderer Tag ist für uns der gemeinsame Ausflug mit Santiago, Bruder von Juan in das einst gefährlichste Drogenviertel der Stadt, San Javier. Heute führen Escaleras electricas in den ersten Teil des Armenviertel Comuna 13 hinauf, wo Bewohner mit Graffitis, Breakdancing und zusammen mit Touranbieter ihre Existenz sichern.

 

Eindrücke auf der Ruta #90 Medellin nach Turbo. Dann unsere ersten Blicke über die Caribe Colombia!

 

Arboletes, ein kleiner Ort mit 20'000 EW, ein freier Stellplatz unmittelbar bei der Küste, Leguan und Papagei, die immer unser Womo bewachen und dann noch der unterirdische Schlamm-Vulkan Lodo, der unsere Körper richtig abkühlen vermag - sooooo genial!

 

Der Einkauf macht Freude..., die Aussicht geniessen wir...., doch die Strasse lässt oftmals zu wünschen übrig. Eine Unaufmerksamkeit von mir und LIRA rächt sich mit einem Crash-Sensor. Wir erfahren die Hilfsbereitschaft der Kolumbianer, indem ein Junge mit mir in die wenige Kilometer entfernte Peaje (Fahrbahn-Zahlstelle) fährt, wo ich die Strassenhilfe avisieren kann. Kurze Zeit später entdecken Ralph und der Servicemann den richtigen Knopf, LIRA startet wieder - und kaum zu glauben, die Strassenhilfe ist gratis.

 

Unterwegs besuchen wir Palenque, das letzte 'lebende' Wehrdorf. Die Vorfahren, der afroamerikanischen Bevölkerung haben sich erfolgreich gegen die Sklaverei gewehrt und wurden selbständig. Agenturen von Cartagena fahren mit Interessierten das Dorf an, dann erklingen Trommeln und Rasseln... Es scheint, dass dieser Zusatzverdienst reicht, damit die Menschen nach ihrem Motto leben können: Liebst du Musik und Landwirtschaft, bist du Millionär....

Hier wird die Kreolsprache Palenquisch gelehrt und gesprochen, ein Mix von portugiesisch, spanisch, kongulesisch, senegalesisch....

 

Wir erreichen die Caribe im Norden von Colombia und wieder überwältigen uns die Gegensätzen auf kleinstem Raum!

 

Wir stehen in Gaira an der Bucht, wo junge Venezuelaner sich und auch ihre Kleider waschen. Gleich werden wir umgeben von Bittsteller, welchen wir gerne auch das eine oder andere abgeben und in Gesprächen mehr von ihrem jetzigen Leben erfahren.

Ein nahestehendes Hotel empfiehlt, unser Womo direkt unter ihr Aussenlicht zu stellen und lädt uns ein, ihren Pool gegen einen Obolus zu nutzen. Erfrischt geniessen wir den tollen Sonnenuntergang.

 

Wir fahren ostwärts an die Küste von Buritaca. Hier erleben wir Einzigartiges, baden in der Karibik, jedoch Süsswasser..... dies, weil hier der Rio Buritaca in die See mündet. 

Nach einem feinen Essen, spazieren wir zurück zur LIRA, die im Schatten eines grossen Ficus auf dem Dorfplatz steht. 

 

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