ARGENTINIEN: Atlantik, 4.9.-11.11.16

21. Reisebericht 1.-12.11.16

Wir sind auf dem Weg zum Naturpark Bosques Perificados, Jaramillo und da kommt uns Otto, ein Perludo/ Gürteltier auf der Ruta 3 entgegen. Meine Schwiegertochter, Yvonne hatte dem Überlebenskünstler aus der Urzeit einst diesen Namen gegeben. Wir fahren ein Stück zurück, um unseren Freund zu begrüssen.

 

 

Otto stellt sich leblos und so haben wir Zeit ihn lange zu betrachten. Ein perfekter Panzer, aufmerksame Augen, kleine geschützte Öhrchen und schnelle Beinchen, ein kräftiges Bürschchen!

 

Das Wetter - ein Wechselbad..., bei der Einfahrt in die Schotterstrasse zum 50 km entfernten Naturpark Bosques Petrificados Jaramillo, bedeckt sich der Himmel und wir entscheiden, abzuwarten was sich tut. Unser täglicher Begleiter, der Wind braust über die weiten Ebenen, die Wolken ziehen weg, ein dreifacher Regenbogen zeigt sich in der Ferne, eine rasche Weiterfahrt auf der Ruta 3 drängt sich auf. Die Böen sind unberechenbar, starker Regen setzt ein, gut wissen wir, in 45 km Entfernung befindet sich in dieser einsamen Gegend eine Tankstelle.

 

 

Der Weg zum 100km entfernten Naturpark Bosques Perificados Jaramillo, davon 50 km üble Schotterstrasse, lohnt sich sehr, doch unsere LIRA muss oftmals seufzen....! Am Wegesrand sehen wir Guanacos, Wildpferde, einen Fuchs und am Horizont tauchen Erhebungen auf, die zu Spekulationen führen, wie sich der Park uns zeigt. Vor einigen Tagen sind wir in der Provinz Chubut durch das Gebiet der Dinosaurier gestreift und heute in der Provinz Santa Cruz liegen 150 Millionen Jahre alte, bis 35m lange, mit farbigen Mineralien zersetzte, versteinerte Araukarienbäume uns zu Füsse. Mit einer tollen Fernsicht spazieren wir durch den gut angelegte Wanderweg, weit vor uns der einst für die Entstehung dieses Gebietes massgebende, heute inaktive Vulkan Madre y Hija.

 

San Julian, ist zu dieser Jahreszeit ein ruhiger Ferienort und liegt wunderbar in einer geschützten Bucht. Auf der stündigen Fahrt dorthin werden wir von Wind, Guanacos und Nandús begleietet. Ein Nachbau des Segelschiffes von Fernando Magellan erinnert an seine Einfahrt in den Hafen im Jahr 1520, wo er gleich mehrere Meuterer seiner Belegschaft auf der Isla de la Justicia köpfen liess. Im Ort gedenkt man ebenfalls den im Falklandkrieg von 1982 -2006 Gefallenen, war dazumal San Julian der Stützpunkt der argentinischen Luftwaffe.

 

Auf Punta Quilla leben etwa 75'000 Magellan-Pinguine, Wildpferde, Guanacos, Wildhasen in einem Paradies. Nur wenige Touristen nehmen den, bei Ebbe passierbare etwa 3-4 km lange, Küstenweg auf sich, um den Tieren nahe zu sein. Im Gegensatz zu den vorher besuchten Refugien sind die Pinguine hier sehr scheu und es ist für uns selbstverständlich ihr Reich zu respektieren. Hin und wieder sehen wir einen Elternteil, wie er die frisch gelegten Eiern mit seinem Körper schützt. Kaum kommt die Sonne über die Klippen, versammeln sich einige Pinguine, eilen zum Meer und tauchen nach Futter.
Beim Zurückwandern fällt unser Blick auf eine Wildpferdfamilie, die etwa 200 m von uns entfernt, gemütlich nach Kräuter sucht. Diese Idylle - keine Vorwarnung, wie uns der Sturm nur kurze Zeit später bis tief in die Nacht hinein 'seekrank' macht. Die Pinguine hingegen kennen das patagonische Wetter, sie leben unter den Hecken, wind- und sandgeschützt!

 

Im noch jungen, direkt am Atlantik gelegenen Nationalpark Monte León hätten wir gerne den Wind gegen etwas Sonne eingetauscht. Dick in unsere Jacken verhüllt, suchen wir die schönen Aussichtspunkte mit Sicht auf Kormorane, Seehunde auf, lassen aber den 1,5 stündige Weg zu den Pinguinen sein - es ist uns zu kalt und unser tolles Erlebnis auf der Punta Quilla ist noch frisch. So plagen wir einmal mehr unsere LIRA auf einer mässig guten Schotterstrasse, es geht zurück auf die Ruta 3. 

Ein Tagestrip in den NP empfehlen wir gerne, nicht aber den 'Camping'! Dieser bietet weder eine Dusche, noch einen Waschplatz für Geschirr und um 10.00 Uhr in der Früh ist der Platz zu räumen.

 

Auf dem direkten Weg sind wir noch ca 400 km von Usuhaia, Fin del Mundo entfernt. Da aber der Wetterbericht in der südlichsten Stadt nicht viel Gutes verspricht, erledigen wir in Rio Gallegos, die anstehenden Dinge und werden morgen 150 km südwestlich fahren, unser Ziel Cabo Virgenes, südlichster Punkt am südamerikanischen Atlantik. Hier beginnt eine der längsten Fernstrassen der Welt, die Ruta 40, diese durchquert von Süden nach Norden den gesamten Westen Argentiniens mit Ausnahme von Feuerland über eine Länge von 5'301km. 

48.124250 S / 67.643390 W, Posto, Tres Cerros / Santa Cruz

49.979172 S / 68.928980 W, Posto, Piedra Buena / Santa Cruz

50.015815 S / 68.517290 W, Costanera, Puerta Santa Cruz / Santa Cruz

50.334780 S / 68.884650 W, NP Monte Leon / Santa Cruz

51.628002 S / 69.221868 W, Posto, Rio Gallegos / Santa Cruz 

weiterlesen: ab 11.11.16 --->> Reisebericht 22: Magellanes / Feuerland (CL/AR)

 

20. Reisebericht 14.-31.10.16

 

Welche Ruta wir durch Patagonien wählen, passen wir dem Wetter an, wobei wir einfach nur die Wale im Umkreis von Peninsula Valdez nicht verpassen möchten. Der anstehende Temperatursturz mit Regen bremst uns aus, doch finden wir am letzten Sonnentag an der Laguna San Miguel del Monte einen hübschen Camping mit gutem Wifi.

 

Auf dem Weg nach Mar del Plata liegt Balcarse, Geburtsort vom 5-fachen Formel I Weltmeister, Juan Emanuel Fangio (1911-1995).

Eigentlich wäre ich in Stimmung, meine Haare schneiden zu lassen..., doch begleite ich Ralph ins topmoderne Museum und bin überrascht über den Wandel im Rennsektor.

J.E. Fangio ist anerkannt als kompletester Autorennfahrer aller Zeiten.

 

Am Quai von Mar del Plata treffen wir auf die ersten Lobos, die uns mit ihren Lauten auf Distanz halten. 

Im Pavillon geniessen wir ein feines Fischessen und nehmen gleich eine reichhaltige Fischsuppe als Proviant für den Folgetag mit. Über den Kauf freue ich mich dermassen, dass ich meine Handtasche -alle Habseligkeiten wie Ipad, Iphone trägt Ralph in der Hand- im Lokal vergesse und am nächsten Tag, Dia del Madre bleibt das Lokal geschlossen. Ich ärgere mich sehr, in die LIRA-Tasche passte einfach alles Notwendige und es war ein Abschiedsgeschenk meiner Schwiegertochter, Yvonne.

 

Der Nieselregen stimmt die Lebensmittelkontrollstelle (38.709779 S/62.498869 W) ausserhalb Bahia Blanca milde. Ein kurzer Blick in die Garage Beifahrerseite, eine Aufforderung die Mandarinen und Kiwi zu essen und schon können wir passieren und sind schon bald auf der Ruta National 3, die bis ans Ende der Welt (Ushuaia) führt.

Südlich von Viedma zweigen wir nach Balneario el Condor ab und sind total hingerissen von der 12 km langen Felswand die den Loros Barranquieros als ständige Behausung dienen. Die Vogelpopulation umfasst 36'000 Felsensittiche, wobei die zeitlebens treuen Paare gerade in der Aufzucht ihrer Jungschar sind und ständig für die Futtersuche ausschwärmen. 

 

Nur etwa 30km Erdstrasse, im Punte Bermejo entfernt besuchen wir das ca 6'000 umfassende Seelöwenrefugium. Mit Feldstecher ausgerüstet, können wir von einer Plattform aus das Sozialleben dieser Tiere beobachten. Viele Infotafeln vermitteln uns Wissenswertes, so auch, dass die Männchen 2,8m gross werden und 340kg wiegen, Weibchen 1,9m und 140kg und die Jungen bei Geburt 85cm und 14kg.

 

Die sattgrüne Grasvegetation wird zunehmend trockener und steppenartiger und bis zur Peninsula Valdez zieht sich der Weg dahin. Wir lösen das Inselticket und lassen uns auf ein längeres Gespräch mit dem Souvenir-Ladenbesitzer ein. Er warnt uns vor dem schlechtgeführten Camping und den hohen Preisen der Walwatchingtouren. Gerne wären wir mit einem Boot gefahren, um die Glattwale zu besichtigen, die im Schutz des Golfes Nuevo ihre Jungen aufziehen, doch das Tourismusgeschäft löscht diesen Gedanken. Die 18m langen Kolosse bringen hier ihre Junge auf die Welt, welche bei der Geburt 2-3 Tonnen wiegen und täglich 200 Liter Milch benötigen.

An der Lagune in Pirámides finden wir ein gutes Plätzchen und planen erst einmal die Fahrt zum Punte Norte zu den Seeelefanten. 

 

1,5 Stunden dauert die Fahrt über die Schotterstrasse. Wir stärken uns mit frischem Kaffee, ziehen uns warm an, damit uns der kalte Wind nichts tut. Doch diese Unanehmlichkeit ist schnell vergessen, träge liegt der Seeelefant-Macho da, hin und wieder streckt er seine markante Nase in die Luft. Er ist sich sicher, sein Harem bleibt um ihn, hat doch jedes Weibchen ein Kleines neben sich und alle haben eben den gleichen Vater! Bei der Geburt misst ein Elefantenbaby 1,3m und wiegt 30-40 kg, nach 23 Tagen 150kg. Ein Macho wird bis 5m gross und wiegt 4 Tonnen, die Weibchen sind etwa 3,5m und 800kg.

 

 

Am Punte Cantor spazieren wir dem ausgeschilderten Weg entlang und halten nach den putzigen schwarz-weissen Magellan-Pinguinen Ausschau. Diese Pinguinenart lebt nur an der südlichen Küste Argentiniens und Chile.

 

 

 

Am nächsten Tag sitzen wir bei herrlichem Sonnenschein, Sandwich, gekochten Eiern und einem Panaché aus der Thermoskanne auf einem Felsvorsprung und sehen mit blossem Auge den Walen zu. Zuerst sieht man jeweils den Blas, das ist die Fontäne, die aufsteigt, wenn die Wale ausatmen, dann kommt der Kopf und der Rücken. Zum Fressen zeigen sie beim Abtauchen ihre attraktive Schwanzflosse.

 

Bevor wir auf der Schotterstrasse RP 42 entlang dem Golf Nuevo nach Puerto Madryn zu den von Einheimischen bevölkerten Plätzchen gelangen, bereiten wir uns auf der Punta Casino das Sonntagsfrühstück zu.  

Ein Bijoux von einem Plätzchen und wäre es etwas wärmer, würden wir hier gerne länger stehen bleiben...., danke Ulla und Kari für den Tip!

 

So führt uns der Weg in die bekannte Heladeria von Puerto Madryn!

 

Danach erkunden wir über die anfangs gute Schotterstrasse die Ostküste Richtung Ninfas, müssen später jedoch umkehren. Die Wasserlachen, die oftmals die ganze Wegbreite einnehmen sind schwer einzuschätzen, vorallem wissen wir nicht, ob das Wetter zwei Tage hält. Wie neu geboren geht es nach einem ausgiebigen Duschstop bei einer YPF Tankstelle anderntags dann weiter nach Trelew/Gaiman.

 

und auch da begegnen wir einer Gil-Gedenkstätte!
und auch da begegnen wir einer Gil-Gedenkstätte!

Bereits seit dem 19. Jh hat man in der Provinz Chubut Skelettteile von Dinosaurier gefunden. Seit 2013 ist Trelew im Besitz des grössten, je gefundenen Dinosauriers. Die immens grossen Skelettteile des 78 Tonnen schweren und 42m langen Titaniumsaurier wie auch andere 1700 Stücke aus der Tier-und Pflanzenwelt der Saurierzeit sind im Museo de Paleontología zu finden.

 

  

Nur 17 Kilometer landeinwärts liegt das walisische Dorf Gaiman, wo wir gerne zum traditionellen Nachmittagstee mit Kuchen einkehren. Alles was wir nicht essen mögen, wird uns eingepackt und so sind wir und die vier Katzen vom Camping für die nächsten beiden Tage versorgt.

 

 

 

Diese Kalorien verbrennen wir am nächsten Tag bei der Wanderung durch den Parque Paleontógico Bryn Gwyn, welcher die Ausstellung in Trelew wunderbar ergänzt. Die entlang des Weges platzierten Vitrinen mit Ausgrabungen von Skelettteilen von Pinguin, Wal, Gürteltier, Trimoliten sind nicht in gutem Zustand. Doch das karge, weite Gebiet, wie auch die umliegenden Lavasteine, die in allen Grössen versteinerten Muscheln, die unseren Weg säumen, lassen uns spüren, dass hier vor x-Millionen Jahren fleisch- und veganfressende Dinosaurier lebten, das Eis schmilzte, die Erde bebte!

 

Nur gerade 1,5 Std Fahrzeit sind es von Gaiman zur Playa Escondida, wo wir etwa 50-100m entfernt von Seeelefanten anhalten und bis in die Nacht hinein dem Treiben dieser grossen Säugetiere zuschauen können. Die Weibchen kümmern sich liebevoll um ihre Jungtieren, lassen diese säugen und schützen sie vor der Sonne.

 

 

 

Die Machos aber verteidigen nur ihr Harem. Männchen, die noch keine 'Señoras' haben, schleichen sich an, machen aber die Rechnung ohne den Bullen. Sobald nur etwas Unruhe in die Kolonie kommt, hebt der Macho sein Haupt, brüllt oder macht sich auf den Weg zum Nebenbuhler. Unvorstellbar, wie vier Tonnen eilen können. Keiner hat den Mut den Kampf aufzunehmen.

 

Im Laufe des Nachmittages kommen zwei weitere Reisemobile dazu, ein Franzosenpaar, das sich nordwärts bewegt und eine deutsche Familie mit zwei Kleinkindern, die bevor ihr Sohn eingeschult wird, eine Auszeit nimmt. Während wir im Gespräch sind, rollt ein Quat mit auf beiden Seiten festgezirrten Angelruten über den Kieselstrand auf uns zu und bittet um Wasser für einen Mate (Tee).

 

Während Ralph ihm das Gewünschte holt, frage ich nach seinem Angelerfolg. Eifrig überreicht mir der junge Mann von seinem frischen Fang sechs wunderschön zubereitete Filets und mindestens 10 Königsgarnelen - ein super Tausch, ein super feines Abendessen - muchos grazias, amigo!

 

 

Als nächstes wollen wir weiter südlich Magellan-Pinguine besuchen, so heisst es für uns am nächsten Tag auf die Ruta 3 zurückzufahren, tanken und gleich auch ein Geburtstagsgruss an Remo schicken. Auf der Tagesetappe soll es dafür zwei Möglichkeiten geben. Die erste verschmähen wir - zu dreckig und die zweite ist geschlossen. 🤔

 

 

So kommt es, dass wir ohne zu tanken wieder über eine Schotterpiste zum Meer hinunterfahren und gerade als es eindunkelt, erreichen wir Camarones, ein kleines 1800 EW zählendes Fischerdorf. Für einmal muss LIRA mit einem Zuschuss von Diesel comun (teurer als Euro-Diesel ?) zufrieden sein -hm, wir bekommen ja auch nicht alle Tage Nespressocafé- und Remo wird Verständnis haben, dass unser 'feliz cumpleaño'-Gruss schon etwas früher ankommt.

 

Punta Tombo, der bekannte Pinguinen-Treffpunkt lassen wir links liegen. Cabo Dos Bahias ist kostenlos und statt 500'000 Vögel, sehen wir eben 'nur' 20'000 Magellan-Paare! Doch auch dieses Naturreservat ist sehr gepflegt und die Rancher erklären dem Besucher die Gepflogenheiten, so auch, dass der Steg nicht verlassen werden darf und genügend Distanz zu den Vögeln einzuhalten ist - alles i.O.

 

 

Putzig sind die 60-70 cm kleinen, 3-4,5 kg schweren Magellan-Pinguine.  Die Paare bleiben zeitlebens beieinander und können bis 30 Jahre alt werden.

Für die Fortpflanzung und Aufzucht kommen sie jedes Jahr von Brasilien zurück und hausen dann wieder im selben Nest wie die Jahre vorher.

 

In einzelnen Nester sehen wir die Eiablage, die Jungtiere kommen erst in der zeiten Hälfte November zur Welt. Riesensturmvögel, Dominikanermöwen und Albatros lauern darauf, dass einmal das Elternpaar gemeinsam das Nest verlässt und schon versuchen diese Raubvögel ein Ei oder ein Jungtier zu holen. 

 

Als gerade dunkle Wolken aufziehen, erreichen wir unseren windigen windigen Nachtplatz an der Playa Bustamante. Doch der Spuk ist gleich wieder vorbei und ein paar Stunden später funkelt ein unglaublicher Sternenhimmel über uns. Die Leute der Estancia, die hier ihr Einkommen mit Algenstechen haben, empfangen uns sehr freundlich und lassen uns wissen, dass Nicht-Argentiniern immer willkommen sind. 
Am Sonntagmorgen, nach dem Frühstück, befreien wir unsere LIRA vom Staub der vergangen Tage, ordnen Fotos und schreiben an unserem Bericht. Heute sind dann etwa 300km, zurück auf die '3' und durch die Pampa Salamanca bis nach Comodoro Rovadavia, zu fahren und dort hoffen wir ein Wifi zu finden.

35.454170 S / 58.818769 W, Camping Miguel del Monte (Wifi) / Buenos Aires

37.154352 S / 58.489245 W, frei, Im Ort, Ayacucho / Buenos Aires

38.109778 S / 57.585729 W, frei, ausserhalb, Mar del Plata / Buenos Aires

38.989276 S / 61.284431 W, frei, Strand/Ort, Monte Hermosa / Buenos Aires

41.058810 S / 62.839459 W, frei, El Faro, Balneario el Condor / Rio Negro

40.815727 S / 65.095340 W, frei, Costanera, Las Grutas / Rio Negro

42.575955 S / 64.276264 W, frei, Küste, Peninsula Valdez / Chubut

42.794772 S / 64.945394 W, frei, Küste, Punta Lobos (Ninfas) / Chubut

43.290983 S / 65.487870 W, Camping Bombieros, Gaiman / Chubut

43.677068 S / 65.342084 W, frei, Playa Escondida / Chubut

45.125771 S / 66.535936 W, frei, Bustamante / Chubut

45.894658 S / 67.546537 W, YPF, Comodoro Rivadavia (Wifi) / Chubut

 

 

 

19. Reisebericht 4.9.-13.10.16: Paso de los Libres - Buenos Aires

 

 

Argentinien begrüsst uns erst einmal mit Regen und so nutzen wir die Tage um Paraná, die einstige Hauptstadt Argentiniens (1852-1860) und heutige Hauptstadt der Provinz Entre Rios, am Westufer des gleichnamigen Flusses zu erreichen.

 

 

 

Wir müssen unbedingt unser Bargeld aufstocken, stellen aber fest, dass alle Banken Kommissionen kassieren. So streifen wir durch die Stadt, sehen uns die zahlreichen Kolonialbauten an, und finden eine Wechselstube, die gerne unsere Dollsars annimmt. Mit dem Gewinn setzen wir uns in Mac Donald und geniessen nach langer Zeit wieder einmal einen Hamburger mit Pommes.   

 

 

Dabei schliessen wir Bekanntschaft mit Ema und Ro, welche an Ort das Hostel Bardot führen. Spontan laden sie uns zum Lunch ein, damit wir ihren Freund Augustin kennen lernen. Dieser wird ab April 17 mit seiner Familie in der Westschweiz wohnen. Die fröhliche Runde plappert in  französisch, englisch, spanisch und deutsch..
Auf ein Wiedersehen in der Schweiz!

 

Einfahrt in den Tunnel
Einfahrt in den Tunnel

Zur Partnerstadt Santa Fé führt unter dem Rio Paraná hindurch der Tùnel subfluvial Hernandarias, erbaut im 1969 als erste feste Querung des Flusses. Das Gefühl ist schon etwas komisch, zu wissen dass über uns Schleppschiffe fahren...
In Santa Fé hält uns nichts, so fahren wir anderntags Richtung Rosario weiter und quartieren uns auf einem Camping mit schönem altem Baumbestand ein.

 

 

Rosariodie drittgrösste Stadt Argentiniens ist wunderschön und unsere Gedanken schweifen zurück zu unserem kroatischen Capitän auf der Grande Brasil, der uns von dieser Studentenstadt immer wieder vorschwärmte. Auf dem Weg zum PP im ehemaligen Hafengelände -dieses wird heute für Künste genutzt- halten wir an einem der zahlreichen Fischständen an und lassen uns wunderschöne Filets einpacken. 

 

 

 

 

 

 

Den ganzen Tag über spazieren wir kreuz und quer durch die am Paraná gelegene Stadt, ein Foto vom Denkmal Manuel Belgrano, dem argentinischen Nationalheld -er hisste als erster die argentinische Fahne- und vom Revolutionär Che (Ernesto) Guevara, der hier seine ersten Lebensmonate verbrachte, müssen einfach sein. 

 

 

 

 

 

 

 

Jeweils sonntags gehört die 4-6-spurige Hauptstrasse, entlang dem Paraná dem Fussvolk, ein Spektakel -, doch für die Rosarinos Normalität. Den ganzen Tag verbringen wir im Parque Norte und tun es den Einheimischen gleich. Wir holen aus dem Womo unsere Stühle und setzen uns Mate trinkend auf die Wiese, rund um uns Flohmarkt, Fliegenfischen, Rollschuhlaufen, Tangotanzen.  

 

 

 

 

 

Einen ganzen Monat verweilen wir in der 13 Millionen-Stadt Buenos Aires, wobei wir unter der Woche sehr zentral im Barrio Puerto Madero auf einem 24-Std Estaciamamiento stehen und die Wochenende im 30 km entfernten Tigre bei Cristían, Andean Roads verbringen.

 

 

 

 

 

 

In den ersten Tagen erkunden wir mit öV und Turisbussen die bekannten Barrios, wie La Boca, San Telmo, Recoletta, Palermo u.a., besuchen den bekannten Cemeterio mit dem Grabstein der Familie Duarte wo sich auch Evita's Überreste befinden. Sowohl das Teatro Colon mit seiner glanzvollen Innenausstattung und mit seiner auf der ganzen Welt bekannten hervorragenden Akustik, das legandäre Café Tortoni, die Hundesitter, die in Blüte stehenden Bäume, die 12-spurige Avenida 9 Julio mit dem 67m hohen Obelisk, die immensen Parkanlagen wo sich Denkmäler und Kunstwerke zum Beispiel die sich täglich öffnende Metallblume mit einem Durchmesser von 20m befinden, sind unsere Höhepunkte.

Marktständen mit Kunstwerke und Antiquitäten aus dem ganzen Land,  locken Sonntag für Sonntag nach San Telmo.
Das Regierungsgebäude Casa Rosada offeriert an den Wochenden -nach vorheriger Einschreibung- Gratisbesuche und auf dem aufgeschütteten Neuland von Puerto Madero -nahe am Rio Plato, wird ungezwungen flaniert. 

 

EL MUNDO ES UN LIBRO, QUIEN NO VIAJA LEE UNA SOLA PAGINA

In den mittleren Wochen lernen wir in der Escuela Ecela intensiv Spanisch, wobei die anderen Studenten ein, ja zwei Generationen jünger sind wie wir. Die beiden Konversationslektionen zu Viert machen enorm viel Spass, 'mujeres' tauschen sich gerne aus:-). Hingegen in Grammatik kämpfe ich nicht nur mit in Buenos Aires eigenen Regeln (tu/vos), sondern mit Indefinido, Imperfecto und den Pronomen....
 

Nebst dem Lernen geniessen wir Freizeitaktivitäten mit der Klasse zB Weinverkostung, Tangounterricht; wir sind aber auch gerne allein unterwegs, sehen uns den argentinischen Film Gilda an, machen mit Joaquim, einem Ciceron einen 3 1/2 h Rundgang. Zum Abschied probieren wir das in BA beliebte Fernetcola. Doch manchmal raucht uns der Kopf, die Füsse tun weh, wir brauchen einfach mehr Erholungszeit als die Jungend. 

Die Schlusstage in Buenos Aires gehören dem Wiedersehen mit Freunden, die zur grössten südamerikanischen Ausstellung von Oldtimer-Fahrzeugen aus dem frühen 20. Jh. nach Buenos Aires kommen. Der Buquebus bringt uns in einer Stunde über den Rio de la Plata nach Sacramento/Uruguay, wo wir unser Visum für Argentinien erneuern und dann heisst es in Tigre bei Cristián die letzten Vorbereitungen für die Weiterreise in Süden zu treffen Gas füllen, Lavanderia, Karten schreiben, Umpacken, Homepage... - doch leider hat legt ein kleines Gewitter das Internet lahm.

 

29.722561 S / 57.118597 W, Posto, Paso de los Libres / Corrientes

31.243394 S / 59.209124 W, Posto, Sauce de Luna / Entre Rios

31.742545 S / 60.456543 W, Posto, Paraná / Entre Rios

31.640368 S / 60.956545 W, Posto, Santa Fé / Santa Fé

32.714412 S / 60.772030 W, Camp. Mun. / Puerto Gen.San Martin / Santa Fé

33.133700 S / 60.572290 W, Posto, Rosario / Santa Fé

32.940343 S / 60.644772 W, Estaciamento, Rosario / Santa Fé

34.450771 S / 58.681914 W, Andean Roads, Buenos Aires

34.601044 S / 58.368194 W, Estaciomente, Lunapark, BsAs

 

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Kommentare: 3
  • #1

    César (Donnerstag, 20 Oktober 2016 03:47)

    Al encontrarlos en Sierra Grande (Río Negro) copié la dirección, que utilizo ahora para escribir y desearles continúen con felicidad el periplo por la República Argentina, esperando volver a verlos cuando pasen por mi ciudad, luego de la estadía en Puerto Madryn/Península Valdés.

    Éxitos.

  • #2

    Laura (Freitag, 21 Oktober 2016 20:51)

    Hola, los vi la semana pasada en la Panamericana cuando iba al trabajo y me animé a escribirles para desearles buen viaje. La patagonia es hermosa, espero que la disfruten tanto como nosotros y los esperamos en casa a la vuelta para un asado! Laura y Pablo

  • #3

    San & Dan (Donnerstag, 27 Oktober 2016 19:37)

    Hola Lilo&Raplh!!
    Muy lindas las fotos, los animales hacen de todo para exibhirse... :)
    Buena ruta, maravillosa viaje...
    Abrazos a ustedes
    San & Dan