2015 PORTUGAL, 8.5.15 - 12.6.15 / 2'600 km

NORDPORTUGAL

UNSERE ROUTE:
Vila Nova de Gaia (Porto), Rebordosa, Vila Real, Viano do Castel

Der Wecker schrillt .... und ab geht es zurück zur Camperwerkstatt  nach Vilar do Pinheiro, Centro Empresarial, Via José Régio 116 (N 41.15.33 /  W 8.39.23); die Wasserpumpe hat wohl den Geist ganz aufgegeben. Unser Vorhaben, die ersten bei der Garage zu sein, scheiterte, ein Hymer wartet bereits auf Hilfe. Dann erfahren wir, dass heute kein Mechaniker Zeit für uns hat. So lässt sich Ralph  eine neue Pumpe zum Selbsteinbau geben. Mit etwas Unterstützung seitens der Garage klappt alles wunderbar.
Wir fahren dem Meer entlang zurück nach VIANO DO CASTELIn Fao lassen wir uns feine, auf dem Holzfeuer gebratenen Sardinen schmecken, schauen dem Geschehen auf dem Meer zu und verabschieden uns von Portugal, morgen werden wir wieder auf spanischem Boden sein. 

12.6.15; Viano do Castel (am Lima, nach der Brücke)

135km; SP; €0; N 41.69495 / W 8.81849; 1 Tag

Wir wollen zur Küste zurück..., es ist einfach zu heiss im Landesinnern. Daher nehmen wir für einmal die Autobahn und sind schon am Mittag in VIANO DO CASTEL

Gemütlich erkunden wir die Gegend und aus einer Laune hinaus besichtigen wir auch den nahe gelegenen CP. Wie sind wir erstaunt, die Spiezer von Tomar wieder zu treffen und so wird getratscht bis sich der Magen meldet. Es könnte schön sein, wenn doch nur die Wasserpumpe gehen würde...
 

11.6.15; Viano do Castel (am Lima, vor der Brücke)

180km; PP; €0; N 41.68259 / W 8.82846; 1 Tag

Endlich, am Nachmittag ist der Reifenwechsel ausgeführt und am Reserverad ist nun der  Marokkoreifen.  Unsere Fahrt nach VILA REAL ist gekennzeichnet von Berg- und Talfahrten und erst nach 20.00 Uhr finden wir auf dem über der Stadt gelegene Stadion-PP einen geeigneten Schlafplatz. Überrascht sind wir, als plötzlich Auto um Auto vorfährt und sich Leute zur Hauptprobe für 'la  festa Antonio' zusammenfinden. Bis tief in die Nacht hinein wird  musiziert und getanzt... ein ganz tolles Erlebnis!

10.6.15; Vila Real (Stadion)

145km; frei; €0; N 41.28729 / W 7.75469; 1 Nacht

Unsere Wasserpumpe streikt..., so stoppen wir die Fahrt ins Dourogebiet (Portwein) und suchen die Camperwerkstatt auf. Gute Nachricht: nur ein Wackelkontakt war der Übeltäter! Doch bei den steigenden Temperaturen (34 Grad), ist uns die Lust am Fahren vergangen und als wir beim Tanken Reifenangebote sehen, entscheiden wir uns spontan, den längst fälligen Pneuwechsel für den Folgetag zu organisieren. Ein PP beim Erhohlungspark in REBORDOSA spendet uns etwas Schatten und wir weihen unsere Solardusche ein....

09.06.15; Rebordosa (Reifenwechsel)

90 km; frei; €0; N 41.23310 /  W 8.41112; 1 Tag

Wir verlassen den Camp und nutzen den nahe gelegene SP in GAIA am Douro, nur einige Meter entfernt von den grossen Port-Weinhandlungen.  Bei Burmester (Degustation), Porto Cruz (Multimediashow), Sandemann (Museum) und Calem (Führung und Degustation) lassen wir uns in die Geschichte des Portweins entführen - fabelhaft! Danach geniessen wir ein leckeres Fischessen und schauen den Leuten und ihren Hobbies zu: Strassenkünstler, Brückenspringer, Kunstmalern, Fischern..... 

08.06.15; Gaia (Porto)

5 km; frei; €0; N 41.14298 / W 8.63259; 1 Tag

Wer die Auswahl hat, hat die Qual... , auf dem 4. CP in  VILA NOVA DE GAIA, - nur der Douro trennt uns von Porto,  quartieren wir uns ein.

Nach Porto hin und zurück bringt uns der Stadtbus Nr. 15. Ohne Tempo zu drosseln, fährt der Chauffeur in den teils sehr engen Gassen scharf an den Hausfassaden und an den seitwärts parkierten Autos entlang. Schon dies ist ein Erlebnis!

Zum Flanieren gefällt uns PORTO, besser, obwohl es- wie in Lissabon, viel bergauf und bergab geht. Alte Fassaden mit Steinwappen, einzigartige Balkone, die auf blau-weissen Kacheln erzählende Geschichte des Portweins im Bahnhofgebäude, die in Grösse und Art verschiedenen Kirchen, die Brücken über den Douro und die so gepriesene, nur wenige Höhenmeter überwindende Kabinenbahn faszinieren uns. 

05.-07.06.15; Vila Nova de Gaia (Porto)

20km; CP; €19.50; N 41.12484 / W 8.65698; 4 Tage

 

MITTELPORTUGAL

UNSERE ROUTE:
Evora; Halbinsel Setùbal; Lisboa; Lourinhâ; Sierra da Estrela; Aveiro, Espinho

In FURADOURO, nur wenige Kilometer von Aveiro entfernt, gibt es Frühstückspause und dann wird gearbeitet: Platten an meinem Fahrrad beheben, Fenster putzen...Kurze Zeit später drückt der Nebel stärker und stärker, Wellen brechen am Kai, der Steg wird überspült und so beschliessen wir  ein Stück nordwärts zu fahren.  

Eine Zusatzschlaufe im Abendverkehr über die Brücke 'Louis I' nach Porto und schlussendlich zurück nach Espinho auf einen Strandparkplatz zum schlafen, runden den Tag ab. 

04.06.15; Espinho (Porto)

130km; frei; €0; N 40.98903 / W 8.64558; 1 Nacht



Der Weg führt uns zurück zur Küste, wir wollen demnächst Porto besuchen. In AVEIRO finden wir einen mit Womos gut besetzten öffentlichen PP, von welchem wir das bezaubernde Städtchen zu Fuss erkunden können. Die eigenwilligen, farbigen Häuser am Kanal und die Gondeln auf dem Wasser beobachten wir von einer Schenke aus und kosten verschiedene Weissweine (Douro und Verde). Über die Brücke, die als Kreisel gestaltet ist, geht es dann zur LIRA zurück.


03.06.15; Aveiro (Porto)

200km; frei; €0; N 40.64388 /  W 8.65883; 1 Nacht 

Mit unserer LIRA erkunden wir über die N339 die Sierra da Estrela vorbei am höchstgelegenen Dorf Portugals, Sabugueiro, hinauf zum Torre auf 1993müM, wo das einzige Skigebiet  des Landes liegt. Der Nebel verdeckt uns die Weitsicht, doch bewundern wir um ums das weitläufig mit gelben Ginster und Erikasträucher dicht  bewachsene Land und die grossen runden Granitsteine.... spielten hier wohl einst Riesen Fussball? Es geht zurück bis zur Abzweigung 232-1, welche zur N338 führt. Die langgezogenen Haarnadelkurven führen hinunter ins Tal nach Mangeias (Butter). Kein anmächliches Restaurant lockt zur Einkehr und so geht es weiter über Belmonte nach GUARDA. 

02.06.15; Guarda (Sierra da Estrela)

170km; frei; €0; N 40.54920 /  W 7.24227; 1 Nacht

Ein grünbemalte Pfosten wollte bei der Ausfahrt im CP nicht weichen und so bekommt unsere LIRA bei der Markisenhalterung einen grünen Farbtupfer....

Die schmale N 342 schlängelt sich entlang hügeliger Landschaft, vorbei an tiefe Tobel und dichten Wälder. Das Gebiet ist kaum besiedelt, es gibt kaum Autoverkehr. Nach einem ausgiebigen Mittagshalt führt uns die gut ausgebaute C9 bei  grosser Hitze zum Tor zur Sierra da Estrela, nach SEIA, wo wir uns auf dem PP des Stadtparkes einquartieren. 

01.06.15; Seia (Sierra da Estrela)

170km; frei; €0; N 40.41843 /  W 7.70745; 1 Nacht

Für  Viele Surfcracks, wie Mc Namara finden sich um die Weihnachtszeit in Peniche und Nazare ein und warten gebannt die 20-30 hohen Wellen ab um ihrer Leidenschaft zu frönen. Jetzt zeigt sich das Meer von der sanften Seite und gemütlich können wir bis zum äussersten Landzipfel spazieren, wo manchmal Wellen über die Felsen hoch breschen. 

Später fahren wir landeseinwärts nach TOMAR, wo wir uns und LIRA gründlich pflegen. Über der Stadt trohnt die gut erhaltene Burgfestung aus den 12. Jh, welche der erste König von Portugal, Henrique der I, bekannt als Heinrich der Seefahrer, von den Mauren eroberte. Später wurde die Burg als christlicher Konvent genutzt und immer weiter ausgebaut. Zu Ehren der Tempelritter findet gerade ein 3-tägiges Fest statt, so erwartet uns nach der ausgiebigen Burgbesichtigung buntes Treiben und eine gemütliche Festwirtschaft.

29.-31.5.15; Tomar (Tempelritter)

180km; CP; €12; N  39.60751 W  8.41008; 3 Tage

Für eine halbe Stunde verlassen wir die Halbinsel Setubal, fahren über die kostenpflichtige 'Ponte 25 Abril' nach Lissabon hinein und über die 17 km lange 'Ponte Vasco de Gama' wieder zurück...- Ralph braucht dieses Feeling.... 

Danach folgt eine gemütliche Fahrt über kleine Landstrassen, vorbei an Korkeichenwälder und Reben. Wir  überqueren heute ein drittes Mal den Rio Tejo und freuen uns über die vielen Storchennester, die auf allen möglichen 'Hochsitzen'' ihr Zuhause bewohnen . Einem Impuls folgend halten wir in der Kleinstadt LOURINHÂ. Hier ist die Atmosphäre so locker, dass wir drei Tage nahe einem Erholungsgebiet 'wild campen' und einfach in den Tag hineinleben.

26.-28.5.15; Lourinhā

200km; PP; €0; N  39.24355/ W 9.31028 ; 3 Tage

Der CP in CAPARICA liegt optimal. Der Bus bringt uns zum Hafen, dort nehmen wir die Fähre über den Rio Tejo und schon liegt uns Lissabon zu Füssen. Heute am Pfingstsonntag, ist der Stadtlauf 'Mujeres e la vida' (bis Startnummer 10709 sahen wir!). Dutzende von Frauen nehmen mit uns die Strassenbahn, der Lärmkegel ist immens, diese Lebensfreude ist ansteckend! Nachher tappen wir zu  Fuss Strasse und Strasse hinauf zu einer Anhöhe. Etwas zu schnell nehmen wir in einen Elveador... und schon sind wir wieder unten..... Dieses Malheur machen wir gut, indem wir uns nun mit einem Tuktuk zu den schönsten Plätzen dieser Weltstadt chauffieren lassen und den Tag einfach geniessen. Uns bleiben die schönen Igreçias, Miradouros, Elevadores, die rasante Fahrt auf dem Dreirad durch enge verwinkelte Gassen bleiben in schöner Erinnerung.

24./25.5.15; Praia Caparica (Lissabon)

5km; CP € 18; N 38.65129/ W 9.23787 ; 2 Tage


Sch
ön wäre Sesimbra, wenn .... und so fahren wir frühmorgens los und können im Norden von Setùbal, in COVA DO VAPOR den Fischern zusehen und herrliche Sonnestunden am Atlantik geniessen. Hier ist der Atlantik einige Grad kälter wie in der Algarve, also kein Baden....
Leben hier wirklich Millionäre????
Abends gö
nnen wir uns auf Holzfeuer zubereitete Doraden,  dazu einen Krug weissen Sangria, mmhh... Jetzt trennt uns nur noch der Rio Tejo von Lissabon.

23.5.15; Cova do Vapor/Strand; 215km; frei; N 38.55737 / W 7.92708; 1 Tag


Auf dem Weg zur Halbinsel SETÙBAL besichtigen wir Monolithen und staunen was Menschenhand vor 6'-7'000 Jahren vollbracht haben. Aber auch Ralph verbringt immer wieder Besonderes, als einziges Womo ist er ein Teilstück der Schotterstrasse gefahren.... Zum einzelnen Menhir mussten wir daher nur noch entlang einem Gehweg spazieren, hingegen zu den in einem Steinkreis stehenden Monolithen stand uns ein stündiger Fussmarsch bevor. 

22.5.15, Sesimbra/Setùbal; 215km; PP; N 38.55737 / W 7.92708; 1 Nacht


Nach dem 'Freistehen' geniessen wir den CP in EVORA und fahren auch mit dem Fahrrad in die Stadt. Die Velos gut platziert, besichtigen wir zu Fuss nebst u.a. auch die Knochenkirche, wo von mehr als 500 (verstorbenen) Personen alle Knochen fein säuberlich in Wände und Träger verarbeitet wurden. Über das App Forever Map fanden wir dann ein ganz besonderes Fahrsträsschen entlang einem kleinen Bächlein zum Camp zurück.

19.-21.5.15, Evora (Alentejo); 215km; CP; €18.--; N38.55737/W7.92708; 3 Tge

 

ALGARVE

UNSERE ROUTE (K= Küste; HL= Hinterland):
Manta Rota (K); Faro (K); Silves (HL); Lagos (K); Sagres (K); Monchique (HL) 

Allgemeines: Der südlichste Teil Portugals, die ALGARVE ist etwa 160 km lang und 50 km breit. Viele kennen nur gerade den Küstenstreifen mit herrlich tiefen Sandstränden, mit seinen unglaublich zerklüfteten Felsformationen rund um Lagos und den westlichsten Punkt Europas, die Praia San Vicente.
Doch auch das Hinterland, mit seinen weiten H
ügellandschaften, den Korkwäldern und Zitrusplantagen, dem 900 Meter hohen Berg Foida, den armreichen Seen ist wunderschön.

In der Algarve stehen wir immer frei oder auf SP und nutzen ausschliesslich Überlandstrassen, resp öfters auch mal kleine örtliche Zubringestrassen😉...

Auf dem höchsten Berg in der Algarve, Foia, 900müM (MONCHIQUE), werfen wir bei einer Wanderung einen wehmütigen Blick zurück zum Meer und verabschieden uns von der südlichsten Region Portugals.

Die Landstrasse im Landesinnern über Beja ins Alentejo verlangte mir einiges ab.....- im Auto war es heiss, der Fahrtwind vermochte nicht zu kühlen.

18.5.15, Monchique

95 km; PP Foida, 902müM; 0;
N 37.31580 / W 8.59220; 1 Tage

Am späten Nachmittag fahren wir die restlichen 20 km zum westlichsten Punkt Europas, Cabo São Vicente (SAGRES) mit dem bulligen Leuchtturm, dessen Signalfeuer bei jedem Wetter 90 km sichtbar ist und geniessen hoch über den Klippen den spektakulären Sonnenunteruntergang. Den Morgen danach finden wir über x-Stufen hinunter ein tolles Badeplätzchen.

17.5.15, Sagres

45km; PP Cabo São Vicente; 0;
N 37.02372 / W 8.99473; 2 Tage


Zurück an der Küste verjagt uns ein Sandsturm vom Dünenplatz, Schutz finden wir schlussendlich auf einem kleinen SP beim Stadion in LAGOS. Am Morgen spazieren wir durch das verwinkelte Städtchen und zu Viert entschliessen wir uns zu einer Bootstour an der Praia do Camillo, vorbei an bis zu 40 m hohen, zerklüfteten Felswänden, Grotten und Höhlen. Die kleinen versteckten Strände sind vom Ort durch lange Treppen erreichbar.

16.5.15, Lagos

90km; SP Stadion; 3.--;
N 37.11572 / W 8.67841; 1 Tage

Vorbei an Korkeichenwälder und Zitrusplantagen fahren wir ins Hinterland und folgen einer Beschilderung zum Barragem do Funcho. Ralph findet auf einer kleinen Anhöhe ein Schattenplätzchen zum ausruhen, wo wir auch über Nacht bleiben. Später entdecken wir den Lehrpfad zur Wiederansiedlung des Iberischen Luchses und schauen mittels dort installiertem Fernglas in das abgesperrte Gebiet.

Auf dem Rückweg 'zwingt' uns die mächtige Burganlage (9.-12 Jh.) in SILVES ein Stop einzulegen.

15.5.15, Lince Iberico/ Korkeichen (nahe Silves)

90km; frei; 0; N 37.25759 / W 8.37685; 1 Tage


Ab Grenze Spanien geniessen wir den etwa 60 km lange -in der Vorsaison fast menschenleere, breite Sandstrand in MANTA ROTA und in FARO, beobachten Ebbe und Flut, sehen den Wellen zu, die tausende von Muscheln an den Strand werfen und kühlen uns in der noch frischen Atlantik ab.

8.-12.5.15, Praia Manta Rota
45km; SP € 4.50;
N 37.16476 / W 7.52156; 4 Tage

13./14.5.15, Praia de Faro

140km; PP hinter der Brücke; 0;
N 37.00846 / W 7.99504; 2 Tage