HERBSTREISE 2014: SCHWEIZ-ITALIEN-KROATIEN - SLOWENIEN und SOMMER 2013/2014

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Unsere Reise vom 18.9. - 18.10.14,
Pässefahrten, Wanderungen und Besichtigungen

Chur - Schweizerischer Nationalpark - Seismeralm I- Dolomiten I - Istrien HR - Krk HR - Ljubljana SLO - Chur   

17./18.10.14; 30./31. Tag; 36060 km; 

Fahrt von Kreuzlingen - Wetzikon-Chur

Die heftigen Böen auf dem ersten Teil der Fahrt,  dann die 'Sonntagsfahrer' am Bodensee entlang kostete uns viel Zeit, sodass wir gerade noch rechtzeitig zur verabredeten Zeit bei meiner Schwester in Kreuzlingen eintrafen. Dort erwartete uns Kaffee und Kuchen und ein ausgiebiger Schwatz mit der ganzen Familie. Es folgte noch ein Einkauf und dann fuhren wir zu unserem Stellplatz in Auslikon am Pfäffikersee. Am nächsten Morgen frühstückten wir bei Michi und Yvonne in Wetzikon, bevor es endgültig hiess mit Lira nach Chur zu fahren und unseren Urlaub abzuschliessen. 

Auswertungen zu unserer Reise ...

Die nächsten Pläne...? In Andalusien überwintern 😄

16.10.14; 29. Tag; 35600 km; wechselhaft

Fahrt: Kärnten - Osttirol - Tirol A -  Bayrische Wald -  Weilheim D

Wir passierten einen Teil der Karnischen Alpen und fuhren von Kötschach über viele Kehren des Gailbergsattels (981 müM) nach Oberdrauburg mit Sicht auf die Lienzer Dolomiten. In Agustum, dies war die grösste römische Stadt im Tirol (bis 600 nChr), machten wir den Frühstückshalt. In Lienz bummelten wir durch das Städtchen, bevor wir danach zum Fellberttunnel -welcher bis Sommer 2015 saniert wird- ins Salzburgerland über den Thurn-Pass, 1274 müM fuhren. Ein weiterer Halt folgte in St. Johann, wo Ralph in Erinnerung an seine Trainerzeit schwelgte. Weiter ging es über Kufstein zur Deutschen Alpenstrasse, wo wir erstmals seit Ferienbeginn Regen einsetzte.

15.10.14; 28. Tag; 35260 km; bewölkt; Besichtigung: Ljubljana Fahrt: Ljubljana SLO - Nötsch/Kärnten A

Ein Kaffeee aus unserer Maschine und schon waren wir mit dem Ortsbus Richtung Innenstadt unterwegs. Wir spazierten kreuz und quer durch die alten Gässchen, kauften auf dem Markt Früchte, Gemüse und eine Bären-Siedwurst. Dann stiegen wir zum Schloss hinauf und tranken nahe des Doms einen Macchiato. Zurück auf dem Camp reichte die Zeit noch zum Essen eines einem Sandwichs und zum Duschen bevor wir um 15.00 Uhr den Platz verliessen und bis zum Dreiländereck SLO / I / A fuhren und in Nötsch beim Bahnhof übernachteten.

14.10.14; 27. Tag; 35135 km; bewölkt;

Fahrt: Karlovac HR - Ljubljana SLO

Unseren Mittagshalt machten wir kurz vor der dem Ort Karlovac und suchten uns in einem Restaurant, direkt an der Landstrasse, mit den letzten Kunas ein feines Essen aus. Am Schluss mussten wir noch zwei Euro dazu legen, weil wir beim Berechnen das Gedeck ausser acht liessen. Da wir die Mautgebühren für Slowenien bei der Hinfahrt gelöst hatten, fuhren wir bis Ljubljana über die Autobahn. das Navi führte uns zum Stadtcamp 'Jezica', wo wir bis am nächsten Tag bis 15.00 Uhr stehen konnten. Wir suchten uns anhand von Stadtführer die Sehenswürdigkeiten heraus und bestimmten die nächste Teilroute für die Heimreise nach Chur. 

13.10.14; 26. Tag; 34920 km; sonnig; Spaziergang um die Plitvicerseen HR

Ausser uns war frühmorgens um 7 Uhr nur gerade ein GL-Bus auf dem PP 1...! Und welche Überraschung, stieg doch ein Bekannter vom Camp Chur aus. Er erzählte er uns von seinem Auftrag, Kunden auf Werbefahrten zu chauffieren, wobei er in den letzten Tagen viel Pech fehabt hätte. So sei im Bus am Vortag die Lichtmaschine ausgestiegen und im Hotel in Venedig sei ihm bei kurzem Verlassen des Zimmers sämtliche Kreditkarten und das Bargeld geklaut worden. So stärkten wir uns zu Dritt mit Kaffee und Sandwich bevor sich unsere Wege trennten und wir ihm einen Notgroschen zusteckten. Ralph und ich erlebten einen wunderbaren Tag rund um die Plitvicerseen, vorallem auch daher, dass im Gegensatz zur Hauptsaison und Wochenenden nur wenige Besucher 'den Schatz am Silbersee suchten'. Da wir weitgehend 'freie Bahn' hatten, konnten wir an einem Tag sowohl den grossen Wasserfall wie auch die kleinen Seen besuchen. Herrliche Bilder wechselten sich während dem Tag stetig ab, wir konnten uns an den Gewässer, den tanzenden Blättern und an den besonderen Lichteffekten kaum sattsehen. Abends waren wir dann zu müde um weiter zu fahren und übernachteten nochmals auf dem nahen Camp Bear.

12.10.14; 25. Tag; 34900 km; Fahrt: Baška - Rakovica / Camp Bear (Plitvicerseen) 

Gegen Mittag verabschiedeten wir uns von unseren Campnachbarn, machten aber einen ersten Halt schon wenige Kilometer nach Baška, da wir nochmals Honig einkaufen wollten. Dann aber ging es zügig weiter durch die Insel Krk, über die Brücke zum Festland und weiter auf der  Landstrasse bis nach Rakovica. Kleine Passstrassen mit teils recht tiefen Schlaglöcher mussten passiert werden, entschädigt wurden wir mit einem beidseitig wunderbaren herbstlichen Mischwald. Viele Töfffahrer nutzten diesen Sonntag um ihre Maschinen in den kurvenreichen Strassen zu testen, dies bedingte von Ralph die volle Aufmerksamkeit. Leider ist das freie Stehen in Kroatien nicht erlaubt, so suchten wir uns einen kleinen Camp und haben uns noch etwas Feines gebraten. Da auch hier, im Camp Bear das Internet frei zugänglich war, konnten wir uns in einem Blog noch über die Plitvicerseen informieren und uns einzelne Aufnahmen aus den Carl May Szenen ansehen.

10./11.10.14; 23./24. Tag; Bãska/Krk HR: Fahrradfahren, Lira einrichten

Mit den ersten Sonnenstrahlen fuhren wir mit den Fahrrädern am Meer entlang, bestaunten von unten unsere Wanderungen der vergangenen Tage. Wie die Tage davor, genossen das Meer und hatten genügend Zeit und Musse unser Heim zu pflegen. Ralph optimierte die Einteilung in der Garage und ich begann mit dem Einband der auf Mass fabrizierten Kartonschachteln (super Isa, herzlichen Dank).

Am nächsten Tag geht es zu den Plitvicerseen... - Winnetou, wir kommen....  
Adieu Camp Mali, es war schön!

9.10.14, 22. Tag; Bãska/Krk HR: leicht bewölkt; 7-stündige Wanderung 

Die verschobene Wanderung holten an diesem Tag nach und sind bereits um 7.30 Uhr vom Camp Mali abmarschiert. Steil ging es den Kreuzweg zum Kloster hinauf, der nächste Punkt war Lipica (HR), und von dort waren es noch 80 Höhenmetern bis wir den höchsten Punkt, Veliki Hlam 482 m üM erreicht hatten. Die rote Route führte uns an einer endloslangen Steinmauer entlang nach Vratudih, wo sich die Wege teilten, ab dann folgten wir der blauen Farbe. Die Mühe wurde belohnt, indem wir grandiose Aussichten auf viele Meeresteile und kleine Inseln hatten. Rund um uns aber waren nur Steine und mitten drin die Gottesanbeterin, fast wie ein Blatt. Während unserer Mittagsrast konnten wir Bartgeier beobachten, dann hiess es aber Rucksack packen. Wir hatten noch eine sehr lange Gratwanderung vor uns, einmal rechts, dann wieder links der Steinmauer. Nach einer Zeit mussten wir uns bei einer Weggabelung entscheiden, weiter der blauen Farbe zu folgen oder direkt über die grüne Route zum Meer herunter zu stechen. Schnell war klar, welche Route die unsrige sein sollte, da Ralph mir drohte zu sterben, müsse er den grünen Weg gehen. Als wir Prijevoj Vraca erreichten, führte uns dann aber auch der rot markierte Weg über losen Schotter hinunter zum Wald- und Klippenweg. Fast mehr als sieben Stunden erreichten wir unseren Camp, packten rasch um und erfrischten uns im Meer.

8.10.14; 21. Tag; bewölkt; Bãska/Krk HR: Fischmarkt

Obwohl wir am Vorabend bereits alles für die Wanderung gerüstet hatten, verschoben wir infolge stark bewölktem Himmel die vorbereitete Tour und suchten statt dessen am frühen Morgen den Fischmarkt. Da aber kroatischer Feiertag war, nahmen sich die Fischer frei und nur ganz per Zufall kamen wir an einem 'wilden Verkaufsstand' vorbei und konnten uns mit frisch geschnittenen Haistücken und einem Rochen eindecken. Diese haben uns super gut geschmeckt, wir werden sicher wieder experimentieren...

7.10.14; 20. Tag; sonnig; Bãska/Krk HR: Coiffeurbesuch

Erstmals hielten wir es bis 9.30 Uhr im Bett aus. Es folgte ein gemütliches Frühstück, eine kleine Radtour um den Einstieg für die nächste Wanderung zu finden und dann suchten den Coiffeur auf. Ich warte jetzt auf die Blondinenwitze von Tamara und Tobias, waren meine Mêches doch noch nie so hell... aber der Preis auch noch nie so tief😊.

6.10.14; 19. Tag; Bãska/Krk HR: Wanderung zum Plato Mjeseca - Hlam 461 müM

Gemütlich sind wir morgens vom Camp losgewandert, gut ausgerüstet, echt schweizerisch eben.  Der Weg ging sanft empor zur Kirche aus dem 12. Jh, dann stetig weiter aufwärts durch ein Waldstück zum Plato Mjeseca. Hier gingen die gut gekennzeichneten Wanderrouten auseinander. Wir entschieden uns für die blau-weisse, welche über ein riesiges Karstfeld entlang bis zum obersten Punkt, Halm, 461 müM, führte, wo wir kurz nach 13.00 Uhr unsere Mittagspause einlegten. Auf unserem Rückweg nahmen wir die grüne Route, die uns über Schottersteine steil nach Baška hinunter führte. Ein Panaché hätten wir verdient..., doch kein 'Konoba' hatte welches im Angebot. 

5.10.14; 18. Tag; 34640 km; sonnig; Fahrt nach Bãska/Krk HR / Camp Mali

Der Camp Jezevac schloss seine Tore für das laufende Jahr um 12.00 Uhr und so fuhren wir noch an den Süd-Westzipfel der Insel Krk. Auf dem Weg dahin, deckten wir uns an einem Verkaufsstand mit Honig und weiteren Naturprodukten aus Kräuter ein und hatten dann auf dem kleinen familiären Camp in Baška Spass, die kroatischen Beschriftungen anhand von 'google translate' zu übersetzen. Es folgte noch ein ausgiebiger Spaziergang am Strand entlang ins Städtchen. Wir waren fasziniert wie sich Häuschen an Häuschen in Hang hinauf reihte und dazwischen immer wieder sehr steile Gässchen zum Meer hinunter führten. Wir wurden von unzähligen Kätzchen begrüsst... eines herziger wie das andere.

3./4.10.14, 16./17.Tag; warm; Krk HR / Camp Jezevac

Da der Camp so schön gelegen war, zog ich es vor, mich vor unserer Lira in Stuhl zu setzen und ein bisschen zu lesen. Ralph hingegen machte eine kleine Velotour und sonnte sich dann nachmittags auch vor dem Womo. Mein selbstgebackener Griessapfelkuchen stillte den kleinen Hunger. Gegen Abend spazierten wir nach Krk, machten einen kleinen Rundgang durch die engen Gassen und besichtigten den ehemaligen Bischoffssitz.

Interessant waren die Geschehnisse auf dem Camp: während die sonnenhungrigen Touristen sich Plätze in der ersten Reihe streitig machten, mussten die 'Einheimischen' (vorwiegend Slowenen) ihre Sommerresidenzen räumen. Sie putzten und verpackten fachmännisch den ganzen Tag über Boote, Liegestühle, räumten Zubehör in ihre Kastenwagen und zum Schluss wurden die Wohnwagen vor der kommenden Winterzeit geschützt. 

2.10.14, 15. Tag, 34610 km; warm; Fahrt über die Brücke zur Insel Krk HR

Rijeka liessen wir 'rechts' liegen und fuhren entlang bewaldetem Gebiet zur Mautbrücke, die das Festland mit der Insel Krk verbindet. Etliche Camps waren bereits geschlossen, so stationierten wir für zwei Nächte auf dem, mit etlichen Sternen ausgezeichneten, Camp Jezevac im Ort Krk.

1.10.14, 14. Tag, 34535 km; Fahrt: Halbinsel Istrien Novigrad - Pula - Rijeka HR

Unsere Route führte im westlichen Teil Istrien durch hügelige Gegend über sehr holprige Strassen, ab Labin hatten wir dann einen wunderbaren Weitblick übers Meer. In Plomin konnten wir während der Fahrt beobachten, wie ein Kohlefrachtschiff gelöscht und der Brennstoff über Pipelines dem Kamin zugeführt wurde. Kurz vor Rijeka hatten wir den Autocamp Opatija in Rivijera d.d. Ičiči erreicht. 

27.-30.9.14, 10.-13.Tag; 34360 km; Fahrt: Koper SLO - Novigrad HR / CP Sirena

Isa und Ruedi aus dem Glarnerland verbringen einige Tage in Novigrad und wir wollten mit ihnen 3-4 Tage zusammen sein. Auf der Fahrt dahin machten wir am Meer, in Koper einen ersten Halt. Ralph erzählte mir bei einem feinen Kaffe von den Schwimmtrainings, die öfters einmal hier stattfanden. Unterhaltsam war dann auch wie Künstler Marmorbrocken mit Meissel, Schleifmaschinen in tolle Kunstwerke verwandelten. 

Unsere Freunde überraschten wir dann am frühen Nachmittag beim Mittagsschlaf. Nebst kleinen Spaziergänge, hitzigem Skipospielen, Sackjassen mit allen Raffinessen, fehlte natürlich die ausgiebige Reinigung beider Womos und das tägliche gemeinsame Abendessen nicht (nur.... das Giardin besuchen wir sicher nicht mehr...)
Liebe Isa und Ruedi, wir danken euch herzlich für eure Freundschaft und freuen uns auf ein Wiedersehen.


26.9.14, 9. Tag, 34260 km, bewölkt/warm; Fahrt: Farra d'Alpago I - Lipica SLO (Vignette 30€/30 Tage);

Nach augiebigem Frühstück räumten wir gemütlich zusammen und verliessen den Camp kurz vor Mittag. Zügig ging es auf der A 23 nach Portogruaro (4€) am Laguna di Marano, dann auf der A4 nach Triest am gleichnamigen Golf (6.20€). Auf der Landkarte sah ich bei Lipica zwei Kreuze, welch Sehenswürdigkeiten markierten, Grund für uns diesen Ort anzufahren. Kurz nach der Ausfahrt Sezana machten wir es den Truckerfahrer gleich und machten noch einen Grosseinkauf.  In Lipica angekommen, reichte es gerade noch für die letzte Führung durch das älteste Gestüt und bekamen so viele Informationen über die Lippizaner-Zucht. Die Hengste werden während 5-7 Jahre als Kutschen- und Dressurpferde ausgebildet, die Stuten bekommen nur eine 3-jährige Ausbildung, dann werden sie für die Zucht geprüft. Das gesamte Anwesen ist sehr grosszügig, sauber und die Tradition wir mit Würde weitergeführt. Auf dem PP dürfen die Womos auch mehrere Tage kostenlos stehen bleiben. Am Abend machten wir uns feine Omeletten, hatten dafür danach einen Riesenabwasch... 

25.9.14, 8. Tag, bewölkt/warm; Farra d'Alpago bei Belluno I: Putz- und Relaxtag 

Der Camp Sarathei mit nur gerade zwei Sternen liegt direkt an einem kleinen See und bot uns alles war wir brauchten: saubere Toiletten, gute Ent- und Versorgungsmöglichkeit, im Ort ein kleiner Einkaufsladen. So konnten wir nach einer Woche autarktem Leben unsere Lira und unsere Wäsche wieder in Ordnung bringen.

24.9.14, 7. Tag, 34075 km; Misurina I: Wanderung Drei Zinnen / Dolomiten

Ein Bus führte uns vom SP bis zur Auronzohütte. Die knapp vierstündige Wanderung um die drei Zinnen war dank Nebelmeer, Sonne, aufkommenden Nebel imposant, die Berge zeigten sich immer in neuem Gewand. Wir konnten Seilschaften aus geringer Distanz beobachten, trafen einen Alphornbläser aus der Innerschweiz und beendeten den Rungang auf dem oberen SP der Womofahrer, die das Erlebnis brauchten, mit ihrem Fahrzeug auf 2350m üM zu übernachten. Der Bus fuhr erst wieder um 16.00 Uhr ins Tal und so willigte Ralph ein, die ca 500m zu unserer Lira abzusteigen. Dies wäre kein Problem gewesen, wären wir den ganzen Weg über sicher gewesen, auch wirklich auf dem richtigen Wanderweg zu sein und hätte es nicht auch noch den Zwischenfall der verlorenen Jacke gegeben...

Nach einem Schwatz mit unseren Womonachbarn, welche bereits Südamerika (eigene Faust mit Safariauto 4x4) und den Osten bis nach China (geführt mit neuem Hymer) bereisten, brachen wir auf und es ging über sehr schlechte Strassen und teils noch schlechteren Tunnels nach Cortina s

d'Ampezzo, Rieve di Cadoro, Paiane nach Fadalto zum ausgeschilderten Camp.

23.9.14, 6. Tag, 33980km, sonnig; Fahrt: Seis - Misurina I / Herbstanfang;

Ausgabe der neuen 10€ Scheine

In Castelrotto tätigten wir noch einen Einkauf für die nächsten zwei Tage: Brot und Apfelstrudel, dann führte uns der Weg über  das Hochplateau entlang von Reben und Apfelplantagen nach Brixen, Bruneck bis nach Neu-Toblach. Hier spazierten wir auf dem Naturlehrpfad um den See und nahmen dann den ausgeschilderte Weg nach Misurina, wollten wir doch das Wahrzeichen der Dolomiten, die drei Zinnen von Nahe sehen. Wir stellten Lira auf den unteren der beiden SP, um den zweiten zu erreichen musste man eine Maut für die Bergstrasse bezahlen und  Womofahrer warnten uns vor der Kälte auf 2300m üM. Wir genossen den Abend bis die Sonne hinter den Dolomitenspitzen verschwand, machten einen feinen Restenznacht und packten die Rucksäcke für die Wanderung vom nächsten Tag.

22.9.14,  5. Tag, 33870 km; bewölkt; Seis/Südtirol I: 
Wanderung auf die grösste, höchstgelegene Alm Europas

Mit der Umlaufbahn sind wir auf die Seiseralm 1800m hochgefahren und waren erstaunt über die Weite, über die Wander'strassen', auf welchen Leute aller Altersklassen mit Wanderstöcken Touren marschierten und über die Bahnen, welche auch in der Nebensaison einzelne Passagiere in höhere Lagen führten. Bei der Rauchhütte oben verpflegten wir uns mit feiner Polenta, resp mit Kaiserschmarren und mussten nun die Kalorien wieder verbrauchen. So sind wir zusätzlich zum ausgiebigen Rundgang den ganzen Weg nach Seis runtergelaufen. Hier wären Stöcke nützlich gewesen! 

                                     Seiseralm muss ein Paradies für Skifahrer sein....!!!

21.9.14, 4. Tag; 33870 km; Fahrt: Ofenpass Passhöhe - Val Müstair - Vinschgau - Meran - Bozen - Seis (Roaming gelöst, Tank gefüllt)

Bei Sonnenaufgang haben wir den Ofenpass nach Müstair, Glurns passiert und obwohl wir von den Chats her wussten, dass beim ersten Stadttor kein Durchkommen mit der Lira ist, hat uns dieser Tunnel magisch angezogen. So hiess es in der engen Strasse kehren und das zweite Tor (Richtung Reschenpass) suchen. Gut fuhren wir die Richtung Vinschgau Nach Meran, da nämlich die Gegenbahn total zu war und sich immer mehr Autos stauten. Ralph musste sich sehr konzentrieren, da die Motorräder unmögliche Überholmanöver wagten und ich ihn immer auf die tollen Fahrradwegen entlang der Etsch, die endlos langen Apfelplantagen aufmerksam machte. 

Unser Halt in Meran gestaltete sich etwas anders als geplant, es war nämlich Markt. Ich war nicht unbedingt in der Stimmung mich unter die Leute zu mischen, so hockten wir uns auf Barhockern, tranken Apérol (gelernt ist gelernt, gell Andrea😊) und kommentierten die Einkäufe der Passanten.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause fuhren wir nach Bozen und dank unserem Navi fanden wir auch gleich die Überlandstrasse. Die Strasse nach Seis/Siusi auf 1000m üM war dann eine sehr kurvenreiche, enge Schlussfahrt. Die Seiseralmbahn offeriert gratis PP, auch für Womos und so gesellten wir uns zu Gleichgesinnten.

20.9.14, 3. Tag; 33730 km, regnerisch; Samedan: Wellnesstag;
Fahrt: S-Chanf - Samedan - Brail - Ofenpass 2149 müM

Das Frühstück nahmen wir auf dem uns bereits bekannten PP eingangs Samedan ein. Ein kleiner Spaziergang zum imposanten Spa-Bad und schon waren wir mitten in der Wellnessoase auf drei Stockwerken: Bergbad mit den labyrintartig angeordneten Nebelgrotte, Steinweg, Flachwasser-zone, das Dampfbad, der Heissluftraum, das grosse Sprudelbad mit 40 Grad und im Dachge-schoss, direkt unter dem Kirchturm, konnten wir unter freiem Himmel im warmen Wasser die Bergwelt geniessen. Ich vermisste nur die Ruheliegen, freute ich mich doch darauf, mein Buch fertig zu lesen und das ging einfach nicht auf den Steinliegeflächen, auch wenn sie gewärmt waren. Doch der Schlaf übermannte mich und so merkte ich nicht einmal, dass Ralph einen zweiten Durchgang startete.

Als wir dann nach mehr als vier Stunden das Bad verliessen, hiess es noch die Geburtstagskarte für Peter zu schreiben, weil wir auf der Weiterfahrt diese in Brail im Hotel Post abgeben wollten. Es ist uns nämlich bekannt, dass Annelies und Peter aus Basel am 24.9. anreisen und das ist ja auch Peters Ehrentag. Am Rande des SNP, jedoch bereits in der Anfahrt zum Ofenpass machten wir uns ein ausgiebiges Nachtessen mit Reis, Spinat, Fischstäbli und erst als der Parkwächter uns darauf aufmerksam machte, den Platz zu verlassen, fuhr Ralph noch im Dunkeln bis zur Passhöhe auf 2149m üM hoch.

19.9.14, 2. Tag; 33660 km; S-chanf: Wandertag im SNP; 7-13 Grad;

Um 8.30 Uhr verliessen wir unseren Schlafplatz in Zernez und frühstückten auf dem PP vor dem Schweizer Nationalpark SNP in S-chanf, wo wir uns abends unser Nachtlager einrichteten.

Um 10.30 Uhr marschierten wir vom unteren PP nach Prasüras hoch, wo uns die Anschrift 'Selbstgebackenen Kuchen und Kaffee' zum ersten Male gelüstete (Varusch, 1771 müM zum 2. Mal...). Wir ignorierten und nahmen den Weg zur Alp Trupchun, 2040 m üM) unter die Füsse. Zwischendurch passierten wir einen Infostand und lehrten:
  - der SNP ist der älteste Park der Alpen (1.8.14 = 100 Jahre alt);

  - Arven können bis 1000 Jahre alt werden;

  - der Gegenblättrige Steinbrech erreicht die grösste Höhe über Meer (4'500m). 

  - der Bartgeier hat die grösste Flügelspannweite aller Alpenvögel (2.8m);

  - der Steinadler hat die besten Augen. Er kann seine Beute aus einer Distanz von 2 km
     erkennen;

  - der Tannenhäher versteckt pro Jahr 100'000 Nüsse und findet davon 80% wieder.
    Aus den
 restlichen Nüssen wachsen junge Arven;

  - Wintergoldhähnchen sind die kleinsten im SNP vorkommenden Vögel und wiegen nur
     5-8 Gr.;

  - die Ameise ist das im Vergleich zur Körpergrösse stärkste Tier. Sie kann das 20-fache
     ihres
 eigenen Körpergewichtes tragen;

  - der Dunkle Hallimasch ist das grösste Lebewesen der Schweiz. Der Pilz bildet ein
     unterirdi
sches Fadennetz von 500 x 800m; 

  - Flechten ertragen die extremsten Temperaturen (von -48 bis +80 Grad C)

Auf unserer Wanderung beeindruckte uns die urtümliche Gegend, die Stille, die imposanten Couloires, die eindrücklichen Brunstschreie des Rotwildes. Der Brunsthirsch schreit, röhrt, orgelt... Dann aber die Munggen (Murmeltiere), die unbeeindruckt von uns, sich die besten Gräser zum Fressen aussuchten und zum Schluss mit einem Büschel im Maul zu ihrem Nest davon trabten.

Bevor sich der Regen wirklich einliess, erreichten wir das Restaurant Prasüras, 1690m üM und so kamen wir doch in Genuss von Kaffee, Kuchen und einem feinen Sauser.

18.9.14, 1. Tag; 33510 km; 
Fahrt: Chur 20 Grad - Thusis (Gasflasche tanken) - Julierpass 7 Grad (wärmer wurde es an diesem Tag nicht mehr..) - Silvaplana - St. Moritz- Samedan - Zernez

Nachdem wir die Autoschilder meines Bruders, GR 1119 auf der MFK Chur deponiert hatten, ging unsere Fahrt für eine unbestimmte Zeit los: Thusis - Savognin, wo wir um 11.00 frühstückten, dann folgte die Julierpassfahrt. Auf dem Weg überraschte uns in Rona ein offizieller Womo-Stellplatz und am Marmorerasee, 1687 m üM faszinierte uns die Geschichte der Entstehung des Stausees: 

Der Lai da Marmorera liegt auf 1680 m üM, betrieben wird der Stausee vom EW Zürich. Oberhalb des westlichen Endes der Staumauer liegt die Burgruine Marmels. Fertiggestellt wurde der Staudamm Marmorera 1954 (Super Jahrgang!!!). Das alte Marmorera wurde geflutet, nachdem die wichtigsten Gebäude gesprengt worden waren. Das neue Marmorera wurde oberhalb des Stausees und der Julierpass-Strasse gebaut. Viele Einwohner zogen es aber aus wirtschaftlichen und emotionalen Gründen vor, wegzuziehen.

Auf der Passhöhe, 2284 m üM zeigte sich das Wetter recht unfreundlich, wir mussten uns für einen Rundgang warm anziehen. Danach führte uns der Weg zum Silser- Silvaplaner- und St. Moritzersee, dann weiter bis Samedan, wo wir uns eine Päckli-Bündnergerstensuppe mit Würstchen kochten und mit einem Spaziergang das Engadinerdorf kennen lernten. Nach einem feinen Kaffee und intensiver Lektüre aller vorhandenen Tageszeitungen im Café Langer fuhren wir nach Zernez, wo wir auf einem öffentlichen PP nächtigten.

SOMMER 2013 - SOMMER 2014

16.9.2014: Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts…

Auch im Monat August war ich oft im Spital bei meinem Bruder; im Wissen, dass dies unsere letzten gemeinsamen Stunden sein werden. Der Krebs hat gesiegt und Fritz ist am 24. August 2014 mit 64 Jahren von uns gegangen. Einige persönliche Sachen (Faserpelzjacken, CD's) und das von Fritz gewählte Leidzitat von Soren Kierkegaard ‚verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts‘ werden uns begleiten - und so wird Fritz auch immer auf unseren Reisen mit dabei sein. Den Nachlass ordnen gibt auch in den nächsten Wochen den Rhythmus an. Doch das Reisefieber ist weiter da…


Kleine Höhepunkte in den letzten Wochen waren die Freilichtaufführung ‚der Rehbock‘ in Chur (danke Carmen), die Kurztrips mit unserer LIRA an den Bodensee mit dem Treffen in Altenrhein, die Fahrt ins Elsass nach Rhinau mit Tamara, den Besuch des Museums Arche Noah in Recolaine, die Familienzusammenkünfte und für Ralph sicher auch die EM-Leichtathletik in Zürich.

Vom 11.-15. September waren wir in Gstaad, da fand am Wochenende das Country-Festival statt und zu diesem hat mir mein Schatz zum 60. Geburri den Eintritt geschenkt. Der Störefried war dann aber die ‚Sommer’grippe, sie verlangte von mir alles ab, dass ich mich immer jeweils halbwegs aufraffen mochte. Schön war dann aber der Abschluss unserer Reise, nämlich die Fahrt zum Lauenensee und die Wanderung hoch zur Chrinde und hinunter nach Gsteig, hat doch mein neues Hüftgelenk diese Strapazen gut gemeistert, auch wenn wir ohne Stöcke losgezogen sind. Der Abstecher nach Betschwanden auf unserer Fahrt zurück nach Chur bescherte uns dann noch gemütliche Stunden mit unseren Freunden. Insgesamt waren wir in diesen paar Tagen fast 700 km unterwegs. (@Isa, wir freuen uns sehr auf die gemeinsamen Tage auf Istrien!)

Auch LIRA verlangt unsere volle Aufmerksamkeit: Ralph füllte zum ersten mal die Reserve Gasflasche und stellte dann fest, dass diese gleich dreimal so teuer war, wie wenn wir Gas tanken. Dann wechselte uns der Fachmann Jürg bei einer der beiden Heckgarage das Zylinderschloss. Da drin blieb nämlich einmal mitten in der Nacht ein Schlüssel stecken und brach ab. Dieser mochte wahrscheinlich nicht, dass man(n) sich darauf setzt. Jetzt bekommt LIRA noch ihren Jahresservice und dann fahren wir für einige Zeit unbeschwert Richtung Nationalpark - Dolomiten - Istrien los :-)

Sommer 2013 - Sommer 2014

31.7.2014: Zweite Hälfte Juli: wenig Sommertage - viele Regentage....

Endlich unterwegs....es geht ins Bernbiet: Freunde treffen, unsere neuen Sitzüberzüge in Schönbühl abholen, unsere EDV Geräte à jour bringen. Natürlich gab es einen ersten Halt am Walensee im Gäsi, wobei wir auf das Morgenbad verzichteten, da bereits das Hereinstrecken der Füsse uns schockte! Unsere Lira führte uns -Autobahnen hatten wir im Navi ausgeschaltet- über den Hirzel, ins Entlebuch, ins Emmental, Ziel war Trubschachen. Yvonne erwartete uns bereits mit einer frischen Aprikosenwähe und wir verbrachten einen herrlichen Sommertag zusammen. Am Abend verköstigte uns meine Schulfreundin mit einer superfeinen selbstgemachten Pizza. Mit einem Rundgang durchs Dorf und der Ilfis entlang, nahmen wir die Schönheiten der Gegend auf und sahen mit welcher Hingabe die Bauern die stotzigen Weiden bewirtschaften.

 

Am nächsten Tag fuhren wir weiter über Schönbühl (Abholen der Sitzüberzüge) nach Thun, wo wir uns mit dem IT-Techniker verabredet hatten. Dieser fasste von uns die Aufgabe das Synchronisieren und Backup unserer elektronischen Geräte für unserer Reise sicherzustellen. Wir nutzten die freien Tage uns im Aarebädli stromabwärts treiben zu lassen, spazierten an verschiedenen Orten am Thunersee entlang, badeten wo auch immer möglich im See. Nach einem ausgedehnten Brunch bei Nelli und Geri in Thun hiess es dann wieder die Fahrräder auf unserer Lira festzumachen. Zu diesem Zeitpunkt änderte sich das Wetter schlagartig: Nach vier (!) herrlichen Sommertagen übernahm der Regen das Zepter und begleitete uns auf der weiteren Fahrt nach Beatenberg und zurück nach Chur. Aus diesem Grund verzichteten wir auf der 'Heimfahrt' die Höhlenwohnungen im Krauchthal zu besuchen, nahmen statt dessen aber ein Kambly-'Frühstück' zu uns und stöberten im Camperladen in Dietikon.

Die Tage danach waren wettermässig sehr unterschiedlich, meist trocken, aber richtig heiss wurde es nur noch bei Monica und Röbi in Bilten. In Betschwanden, bei Isi, Ruedi und Willi überzeugte uns das Gemüserisotto, die Grilladen und der schmackhafte Amarone eindeutig mehr als das Wetter, dafür herzlichen Dank, ihr Lieben und schöne Ferien wünschen wir euch in Südschweden und - Norwegen.

 

Der erste Untersuch nach der Spitalentlassung stand meinem Bruder bevor. Leider zerschlug sich dann unsere Abmachung, ihn von dort wieder nach Hause zu fahren, da eine direkte Hospitalisierung notwendig wurde. Ralph und ich beschliessen, die nächsten Tage, die nächsten Wochen in der Nähe zu bleiben, auch wenn sich damit unsere Abreise verzögert.

 

Die nächsten Tage verweilen wir in Chur und versuchen bessere Ordnung in die von uns auf unbestimmte Zeit 'zu Hause' lassenden Klamotten zu bringen. Dann gab es einen feinen Brunch bei Michi und Yvonne, die heute für drei Wochen nach Island flogen: geniesst eure gemeinsamen Tage auf der Insel!
Heute am letzten Tag vom Monat Juli ... wahrscheinlich aber nicht der letzte Regentag in diesem Sommer - besuchten wir Catrin, meine Schulfreundin aus der Töchterhandelsschule Chur in Sarn am Heinzenberg. Von ihrem Haus hat man  eine prachtvolle Aussicht über das Domleschg - Tal der Burgen.... wenn kein Nebel ist!

15.7.2014: Tschau Camp Obere Au   /   GL 24001   /   Fritz wieder zu Hause

Infolge Spitaleintritts meines Bruders verlängerte sich der Aufenthalt auf dem Camp Chur um etliche Tage. Am 6. Juli 2014 haben wir unseren Camp-Standplatz nun verlassen und gehören jetzt zu den Reisenden! Da wir gerne die Gelegenheit nutzen, privat zu duschen und wir auch unsere ‚Winterkleider’ noch vor Eintritt der Juli-Sonnentage in Basel à jour bringen konnten (danke Carmen), fiel uns das freie Übernachten leicht. So haben wir in diesen zwei Wochen nur einmal auf einem Stellplatz (Stetten D, 8 €) übernachtet. Bei unseren Besuchen im Spital Chur, erledigte Ralph die Ver- und Entsorgung an seinem alten Arbeitsort, im Hallenbad Obere Au. 

 

Innert kurzer Zeit haben wir viel Spezielles erleben dürfen, sei dies ein Abend- und Morgenschwimmen im Walensee und Pfäffikersee; die verschiedenen Übernachtungen in ruhigen Querstrassen an der Plessur in Chur, am Pfäffikersee, beim Hallenbad in Gossau SG und in Basel; das Abschiedsessen auf dem Camp mit Edith und Fluri, die Einladung von Martina und Hansjürg in Matt GL, das üppige Essen beim Griechen mit Carmen und Tobias, das Zusammensein mit Hansjürg, Ralph’s Schulkollege von Basel (die feinen selbstgebrannten Spirituosen werden uns auf der Reise immer mal an deine Finca in Riehen erinnern, ganz lieben Dank, Jügge).  Der Besuch des Städtchen Meersburg und unser Zenec zeigte uns, dass vierschiedene Wege nach Waldshut führen....

 

In Kressbronn holten wir die längstbestellten Stangen für die Markise und Seitensegel ab, in Pfäffikon ZH liessen wir die Bilder von Asto auf die Lira montieren und weil uns ein Camperkollege von Chur darlegte, warum wir im Kanton Zürich doppelt soviele Strassenverkehrsabgabe zu leisten haben wie im Kanton Glarus, haben wir uns schnell darum bemüht, wieder unsere Zürcher-Luxusschilder gegen unsere geliebte GL-Nummer zu tauschen. Heute durfte Fritz das Spital verlassen (Fritz, wir wünschen dir gute Erholung) und jetzt planen wir unsere Fahrt vom Emmental bis ins Berner-Oberland....

 

Viele Eindrücke bleiben...

28.6.2014: Ende der Arbeitszeit, Start in die Pension 

Ein Gruss an alle Spitexen ...

Wenn nachts der Mond am Himmel geht so stille . . ..

Ein Ehepaar, schon hoch betagt, 

an dem bereits Gewohnheit nagt, 

liegt abends in des Bettes Weite, 

da greift er keck auf ihre Seite. 

Doch sie bewegt sich nicht ein Stück, 

und schiebt ihm seine Hand zurück. 

  

Ein Weilchen Ruh, der Mond scheint fahl . . . 

Er startet schon ein zweites Mal. 

Sie rührt sich kaum, lass gut sein Schatz, 

verweist sie ihn auf seinen Platz. 

  

Ein Weilchen Stille, dann getraut 

der Greis erneut sich hin zur Braut . . . 

Sie greift die Hand und spitzt den Mund: 

„Was willst Du noch zur späten Stund?“

  

„Was mir noch fehlt“ meint Opa fix: 

„beginnt mit  S  und schliesst mit  X ". 

Doch Oma stellt gleich Klarheit her: 

„So spät kommt keine SPITEX mehr“.

 

Ralph und ich hatten beide diese Woche unsere letzten Arbeitstage! So waren die vergangenen beiden Wochen geprägt von Abschiedsessen, Freundschaftsbesuche auf dem Camp und leider auch vom Spitaleintritt meines Bruders. Lieber Fritz, wir wünschen dir von ganzem Herzen gute Erholung, sodass du mit Ralph im August den EM-Tag in Zürich voll geniessen

kannst!

 

Dann erreichten uns Botschaften von sportlichen Resultaten unseres Enkels - super Tobias!  Und ganz toll war ja dann auch, dass unsere Schweizer Nati gegen Honduras ein 3:0 spielten, vergessen ist damit der Match gegen Frankreich.

 

Zwischendurch musste Ralphs Fahrrad repariert, ein Ersatzschlüssel für die Lira programmiert und die Bilder von Asto für unsere Lira bereitgestellt werden und heute endlich komme ich wieder ins Netz und kann den NL schreiben....

 

Jetzt zählen wir zu den Rentnern - und leben unsere Träume, zurzeit noch in der Schweiz, aber bereits unter den Fahrenden.... 

Flims GR: Wanderung Trutg dil Flem

Am Samstag, 21.6.14 sind wir dem Flimser Wasserweg 'Trutg dil Flem' entlang gewandert: 

Naraus, Punt Desch, Oberste Brücke, Verweilbrücke, Brücke beim Pilzfelsen, Brücke Tscharlims, Wasserfallbrücke, Brücke Muletg. Eindrücklich präsentieren sich die Brücken; einmal plätscherte der Flem nur so dahin, dann aber gab es Wasserfälle und in einer Ebene konnten wir gar einen Stein im Fluss erreichen. Da fühlten wir uns als wären wir auf einer Insel und genossen die Naturschönheiten von einer ganz anderen Sicht aus.

Caumasee - 2014
Caumasee - 2014

Danach entschieden wir uns für den Weg nach Flims-Waldhaus und weiter zum Caumasee. Hier habe ich vor ca 45 Jahren während den Schulferien zusammen mit Annemarie (auf diesem Wg ein lieber Gruss nach Holland!) den Kiosk geführt. Wie hat sich alles verändert. Das ganze Seegelände ist mit einem ca. 2.5 m hohem Zaun umgeben, zum Baden wird ein Eintrittsgeld von fast einer Zehnernote verlangt und sogar der Zugang zum Restaurant ist kostenpflichtig. Die Veränderungen haben mich dermassen schockiert, dass wir gleich wieder den Rückweg antraten. Sicher werden wir uns noch einen Tag am Caumasee gönnen, wir nehmen uns dann ein Picknick mit - wir wollen ja nur im See schwimmen, die Natur geniessen und keineswegs das Areal kaufen. 

Autonummer ZH 775275

(@Tobias, wäre es noch Sommer 2011 gäbe es mit dieser Zahl sicher auch eine Rechenaufgabe..  :-)

Mit dieser Zahl stiegen wir ins Pfingstwochenende ein. Klar, vor diesen Ziffern stehen noch zwei Buchstaben, welche Ralph natürlich gerne gegen BS austauschen würde. Doch da Y+M im Zürcheroberland wohnen und sie uns während unserer Reisezeit Gastrecht geben (danka viel vielmol) mussten wir uns auch von GL 24001 trennen und LIRA's Kennzeichen ist nun ZH 775275.

Am Pfingstsamstag führte uns das erste Bähnchen von Feldis nach Mutta, 1974m und wir spazierten Richtung Alp digl Plaun, gemütlicher als am frühen Morgen zur Busstation, wir hatten uns nämlich verschlafen. Burga, meine Primarschulkollegin und ihr Freund Asto kamen uns auf halbem Weg entgegen und so plauderten wir den ganzen Aufstieg zur Culm Aut/Windeggen über vergangene Zeiten, traversierten immer wieder Schneefelder. Burga erklärte uns die Rundumsicht, nannte alle Berge beim Namen, zeigte uns ihr Paradies! Da es noch viel zu erzählen gab, kehrten wir Über den Dreibündenstein wieder zur Alp digl Plaun runter, statt wie vorgehabt zur Brambrüeschbahn. Liebe Burga, es war ein schöner Tag mit dir und Asto - danke - und schön, dass Asto uns behüten wird :-)

Den Pfingstsonntag verbrachten wir mit Sylvia und Clemens aus la Falda, welche den argentinische Winter jeweils in der Schweiz verbringen. Gerne liessen wir uns von den von ihnen bereits gemachten Reisen inspirieren. Da wir vorhaben im 2015 mit unserer LIRA Südamerika zu bereisen, freuten wir uns zu hören, dass LIRA diese Wege sehr wohl auch passieren kann. Da das Thermometer an diesem Tag immer weiterstieg, ernährten wir uns tagsüber flüssig, liessen uns einen Coup schmecken, bevor wir uns mit Skipo ,Art of SC.'  duellierten. Als sich der Hunger dann doch meldete, liessen wir uns aus der Küche 'Obere Au' verköstigen bis sich dann unsere Wege -allenfalls bis Ende 2015- trennten.

Am Pfingstmontag besuchte uns in der Früh mein Bruder. Mit dem Pröbeln von diversen Funktionen auf seinem neuen Samsung, verflog die Zeit wie im Flug. Irgendwann sagte einer: Schluss für heute! Noch zwei Runden Trimolino und dann verabschiedete sich Fritz. Das Quecksilber stieg auch heute locker auf 32 Grad.

Eine Woche danach:

12.6.2014: Die WM in Brasilien hat begonnen!

13.6.2014: Liabi Vreni, miar wünschen diar alles Guati zum Geburri!

Ende Mai 2014: Halbzeit in Chur

Vier Wochen leben wir bereits in unserem Haus auf vier Rädern. Der Umzug Ende April 14 fiel uns leicht, es war als würden wir in die Ferien fahren. Der Stand-platz Chur ist für uns genial gelegen und bietet alles was wir für die Zeit bis zu unseren (letzten!) Ferien brauchen: gepflegte und beheizte Sanitäranlagen,

wunderschöne Spazierwege am Rhein entlang, sei dies nach Haldenstein oder nach Felsberg. Da gibt es  immer etwas zu entdecken, sei es der mächtige Stein im Wasser, der umspült vom frischen Wasser standhaft an seinem Ort bleibt,  Blumen am Wegesrand, die einladen ein  

Feldsträusschen zu binden, ein Mäuschen, das unseren Weg kreuzt, der Schiessstand im Rossboden, an welchem ich jahrelang immer wieder ein Sackgeld mit 'Zeigen' verdiente, der Calanda, der lockt wieder mal hochzuwandern.

Klar gibt es Hindernisse zu bewältigen! So muss ich an den Arbeitstage am Vorabend Kleider, Duschzeug, Mappe mit allem Nötigen oder Unnötigem bereit-legen. Da das Gölfi meist streikt und der erste Bus erst um 6.55 Uhr vom Hallenbad zum Bahnhof fährt, bin ich erst um 8.30 Uhr im Büro. Entsprechend schnell ist auch wieder Zeit den Heimweg anzutreten.

Ralph hat es da einfacher, das Hallenbad ist nur einen Katzensprung entfernt,  das sei ihm zu gönnen, musste er doch den Reiseweg in der Ennendanerzeit auf sich nehmen. Doch vor unserem Umzug prognostizierte er immer, 

dass er schon bald nur noch mit den Zehen-schläppli zur Arbeit gehen könne. Nicht ein-gerechnet hat er da wohl, dass der Monat

Mai macht was er will und die Eisheiligen ihren Namen auch zu Recht tragen.

Nichtsdestotrotz das unkonventionelle Leben gefällt uns sehr. Es bleiben noch vier Wochen und dann nehmen wir auch vom Standort Chur Abschied. Damit uns immer bewusst ist, dass wir die kommende Zeit geniessen, haben wir unsere LIRA beschriften lassen: 

                                   LIRA- üses Dahai uf Zyt!

Mai/Juni 2014: Tschüss liabs Gölfi.....

 

Lange Zeit hast du mich überall hin begleitet,

in den letzten Monaten uns doppelt Freude bereitet.

Nach Basel, Chur und Wetzikon musstest du fahren,

oft mit ziemlich viel Waren.


In diesen Tagen hast du mich oft stehen gelassen, warum?

Das war nämlich wirklich ziemlich dumm!!!

Im Flegelalter kann man dies vielleicht tun,

jetzt hättest du noch nicht sollen ruhn!

 

Es kommt nämlich die Zeit

und sie ist gar nicht mehr weit

Müssen wir dir leider sagen ‚tschau’

und ich hoffe, es wird für dich nicht rauh!

 

Wir werden dich nicht vergessen, das musst du wissen

Und sicher werden wir dich auch oft ganz fest vermissen

Wenn aber uns jemand skypt,

statt schreibt....

 

Wählt er ‚golf achtzehnvierzehn’

und wir werden dich sehn!

So wirst du uns begleiten auf der Reise

Auf eine ganz besondere Weise.

 

Tschau liabs Gölfi

lira

3.5.2014,  ..... noch nicht abgereist  -  und schon einen Flug nach Hause gebucht!

Gestern ist wieder eine Entscheidung gefallen: So werden wir -wie bereits angekündet zum 40. Geburtstag von Michi anfangs Januar 2015 von Spanien in die Schweiz fliegen, nicht aber die drei schönsten Tage eines Bebbi in Basel verbringen... - ob sich Ralph dies nicht schon bald gereuig sein wird? Am 19.1.2015 fliegen wir wieder nach Malaga zurück und reisen mit unserer LIRA weiter.

27.4.2014, heute tauschen wir:

- REH gegen Womo,

- 6 Zimmer gegen einen Raum,

- Enneda GL gegen Chur GR,

- 21 gegen 13 Grad.... -

Eine erste Etappe zu unserer Langzeitreise haben wir genommen!

 


Unsere wichtigsten Vorbereitungen zur Langzeitreise:

. Wohnadresse (An- und Abmelden bei der Einwohnerkontrolle Glarus/Wetzikon)

. Kranken- und Unfallversicherung

. Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag

. Jobs künden

. Impfprogramm: Hepatitis A + B / komb. Impfung mit Starrkrampf,

  Dyphterie, Kinderlähmung, Keuchhusten / Zecken / Gelbfieber / Tollwut;

. Auto- und Haftpflichtversicherung;

. Hausräumung / Einlagerung Hausrat;
. Hausverkauf per 1.5.2014 / Campingplatz  1.5.-30.6.2014;

Pässe mit biometrischen Daten  und ID; Visum B2 USA

. Reservation Verschiffung nach Südamerika, Herbst 2015;

und
..... Homepage gestalten

..... LIRA ausstatten

und

nach der  EM Leichtathletik im August 2014 werden wir Richtung Atlantik unterwegs sein ...

Frühjahr 2013 

Die Entscheidung ist gefallen, im Sommer 2014 ziehen wir uns vorzeitig aus dem Berufsleben zurück, verkaufen unser Haus im Glarnerland, stellen wenige Möbel ein und reisen mit unserer Lira durch die Welt, wobei offen bleibt, wann wir wieder in der Schweiz sesshaft werden.

 

2012

Mit Isa, Ruedi und Willi machten wir im Frühjahr unsere erste Ausfahrt ins Elsass, einfach herrlich, diese Freiheit. So folgten bald längere Reisen nach Norddeutschland, zum Platensee (H) und zum Schwarzlsee (A). 

Und schon war der Wunsch da -ohne Enddatum- mit der Lira zu verreisen.
Vorsichtig gehen wir an die Planung einer vorzeitigen Pensionierung. Was heisst das? Was ist zu bedenken? 

 

2011

Ohne geringste Idee, dass wir abends als Besitzer eines Häuschens auf Rädern die Messe verlassen würden, besuchten wir im Herbst 2011 die Suisse Caravan-Ausstellung in Bern. Der Kauf, eine Entscheidung von wenigen Minuten, öffnete uns Wege! Bereits bei der Überführung vom Berner Seeland ins Glarnerland war uns klar, ein Traum kann wahr werden! Wann - wohin soll es gehen?

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Kommentare: 6
  • #1

    Carmen (Montag, 28 April 2014 21:31)

    Hallo Ihr Zwei
    Zum Lira-Start hätt ich Eu schöners u wärmers Wätter gwünscht....Aber uf jede Fall e liebs Grüessli us Basel

  • #2

    Carmen (Sonntag, 04 Mai 2014 20:40)

    Selbstverständlich sin Ihr im Januar härzlich willkomme

  • #3

    Tamara (Montag, 05 Mai 2014 21:22)

    Hallo Grossi
    Ich ha mich grad für dr Newsletter agmolde!
    Ich freu mi wenn du denn Mol uf bsueche bi uns bisch!
    Liebs Grüessli Dini Tamara

  • #4

    Cony (Dienstag, 15 Juli 2014 22:59)

    Einfach toll !! Eure Pläne, eure Homepage, eure Berichte, eure Infos. Geniesst es mit eurer Lira und lasst weiterhin von euch hören !! Keep in touch. Vieli Grüassli Cony und Familia

  • #5

    Jutta & Karl-Heinz (Donnerstag, 23 Oktober 2014 18:45)

    Ihr seit zu beneiden, ihr zwei besonders Karl Heinz bedauert das wir nicht mehr in der Lage sind soviel zu reisen. Wir sind jetzt schon 2 Monate zu Hause und werden es auch noch einen weiteren langen und kalten Monat in diesem nassen Norden aushalten bis wir wieder eine südliche Sonne sehen. Bitte berichtet weiter dann haben wir wenigstens in Gedanken Reisefreude. Moin Moin und viele Grüße von Jutta & Karl Heinz

  • #6

    Yvonne Vörös (Donnerstag, 13 November 2014 13:35)

    Liebe Lira
    Es war spannend Eure Berichte zu lesen und Fotos zu schauen. Von Herzen Dank!
    Wünsche Euch weiterhin viel Glück und Segen auf all Euren Wegen wie auch wunderbare Begegnungen und immer wieder Gfreuts und Schöns.
    Es freut my, trotz Eurer Weltreis übers Mail chönne mit Euch verbunde zsi.
    Alles Liebi und Gueti.
    Yvonne